NLA

St.Otmar will Cupsieger ärgern

Heute ab 19.30 Uhr bestreiten St.Otmars Handballer gegen Thun ihr zweites Heimspiel der Saison. Die jungen St. Galler wollen auch dem Cupsieger Paroli bieten.
13.09.2017 | 05:19
Daniel Good

Daniel Good

 

Nach dem Meister kommt der Cupsieger. Zwei Wochen nach dem Heimspiel gegen Kadetten Schaffhausen trifft St.Otmar heute in der zweiten NLA-Runde um 19.30 Uhr auf Wacker Thun. Die St.Galler sind auch gegen die Thuner Aussenseiter, aber sie rechnen sich doch einiges aus. Die Leistung gegen Titelverteidiger Schaffhausen, als St.Otmar die zweite Halbzeit dominierte, setzte Selbstvertrauen frei. Einer der besten St.Galler Spieler gegen die Kadetten war Dominik Jurilj, ein Eigengewächs mit Durchsetzungsvermögen. Sieben Tore erzielte der 22-jährige Steinacher gegen die starke Abwehr der Kadetten. «Ich hatte einfach einen guten Tag», sagt Jurilj.

Heute zählt Juriljs ansehnliche Ausbeute gegen den Serienmeister nichts mehr. Auch die Thuner sind starke Verteidiger, hart und aggressiv gehen sie vor dem eigenen Tor zu Werke. Das hat auch Jurilj schon zu spüren bekommen. «Man muss sich auf die Defensivarbeit der Thuner einstellen», sagt Jurilj. «Mit dem Heimrecht ist es schon möglich, gegen Wacker zu punkten.»

Thun ist ausserhalb des Berner Oberlands kein übermächtiger Gegner. Im Cup schied Wacker bereits aus. Wie St.Otmar gegen Bern Muri. Aber Wacker stellt sieben Spieler mit Nationalmannschaftserfahrung. Lukas von Deschwanden ist der beste Skorer in der NLA. Und mit Lenny Rubin hat Wacker das grösste Schweizer Talent in seinen Reihen. Der 21-jährige Rückraumspieler wechselt für die kommende Saison in die Bundesliga. Jurilj hat ebenfalls die Anlagen, um dereinst in eine ausländische Liga zu wechseln. «Dazu kann ich heute nichts sagen», so Jurilj.

Spitzensport und Universität

Zunächst steht für Jurilj neben dem Spitzensport mit St.Otmar das Studium der Informatik an der Universität Zürich im Vordergrund. Am Montag startet Jurilj ins dritte Semester. In zwei Jahren will er den Bachelor erlangen. Bis 2019 steht er noch bei St.Otmar unter Vertrag.

Zdrahala kann wieder schiessen

Jurilj ist einer, der nach dem St.Galler Verjüngungsprozess mehr Verantwortung übernehmen muss. Ein anderer junger Spieler in einer wichtigen Rolle ist der 19-jährige Regisseur Thierry Gasser, der gegen Schaffhausen aus gesundheitlichen Gründen noch gefehlt hat. Auf Gassers Position spielt auch Ondrej Zdrahala, einer der besten Handballer in der NLA. Aber nach einer langwierigen Ellbogenverletzung am Wurfarm ist der Tscheche heute gegen Thun wohl noch nicht einsatzfähig. Zdrahala nimmt jedoch am Mannschaftstraining teil und kann auch wieder schiessen.

Wacker gewann das erste Saisonspiel gegen Fortitudo Gossau daheim 34:20, St.Otmar verlor zu Hause gegen Schaffhausen 29:33. Am Sonntag trifft St.Otmar in Zürich auf GC Amicitia.

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