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Terpstras Solosieg, Küngs Helferdienste

Niki Terpstra lanciert mit seinem Solosieg beim E3 in Harelbeke die belgischen Klassiker-Wochen. In der spannenden Schlussphase des Probelaufs für die Flandern-Rundfahrt mischt auch Stefan Küng mit.
23.03.2018 | 18:17

Küng gehörte beim Eintagesrennen, das wegen seiner teils identischen Anstiege ("Hellinge") auch als kleine Flandern-Rundfahrt bezeichnet wird, einer elfköpfigen Gruppe an, die sich auf den letzten Kilometern auf die Verfolgung von Terpstra gemacht hatte. Der Niederländer hatte sich 70 km vor dem Ziel zusammen mit seinem belgischen Teamkollegen Yves Lampaert abgesetzt und liess diesen später stehen.

Küng stellte sich bei der Aufholjagd voll in den Dienst seines Captains Greg van Avermaet. Der 24-jährige Thurgauer vom Team BMC versuchte mit seinen Fähigkeiten als Schweizer Zeitfahr-Meister für Tempo zu sorgen und fuhr die eine oder andere Lücke zu, die sich nach Angriffen der Konkurrenz aufgetan hat.

Weil sich die Verfolger bei der Nachführarbeit letztlich aber nicht einig wurden, rettete Terpstra nach 206,5 km wenige Sekunden ins Ziel. Der 33-jährige Niederländer kam damit zu seinem grössten Erfolg, seit er 2014 den Klassiker Paris - Roubaix gewonnen hatte.

Den Sprint der Verfolger gewann der Belgier Philippe Gilbert, der damit für einen Doppelsieg des belgischen Teams QuickStep Floors sorgte. Vorjahressieger Van Avermaet musste sich mit Rang 3 begnügen, Küng wurde Zehnter.

Vor der am Sonntag in einer Woche stattfindenden Flandern-Rundfahrt folgen am Sonntag mit dem Halbklassiker Gent - Wevelgem und drei Tage später mit Quer durch Flandern zwei weitere zur World Tour zählende Rennen. (sda)

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