HANDBALL

Rhein-Neckar Löwen sieglos out

Der deutsche Meister ist in der Champions League gegen Kielce ausgeschieden. Andy Schmids Equipe verliert zuhause 30:36 und verabschiedet sich zum 4. Mal in Folge in den Achtelfinals.
01.04.2018 | 21:03

Wegen eines beispiellosen Terminkonflikts zwischen der EHF und der Bundesliga waren die Rhein-Neckar Löwen bereits im Hinspiel (17:41) komplett vom Kurs abgekommen. Weil sie zeitgleich zum Gipfel mit Kiel anzutreten hatten, beorderte die Klubführung der Löwen eine Nachwuchs-Equipe nach Polen - mit dem entsprechenden Ergebnis.

Andy Schmid fasste die peinliche Farce frustriert so zusammen: "14 Gruppenspiele für die Füchse." Der Schweizer ärgerte sich masslos über die starrköpfigen Funktionäre. Verloren hat seiner Meinung nach nicht nur der Bundesliga-Leader, "sondern in erster Linie der Handballsport".

Flensburg-Handewitt und der THW Kiel, zwei jener Teams, die auf deutschem Parkett in den letzten zwei Jahren von Rhein-Neckar von der Spitze verdrängt worden sind, besitzen weiterhin die Chance, das prestigeträchtige Final-Four-Turnier in Köln zu erreichen.

Weltmeister Frankreich ist sogar mit drei Teams in den Top 8 der führenden europäischen Handball-Klubs vertreten: Paris Saint-Germain (gegen Kiel), Nantes (Skjern) und Montpellier (Flensburg) haben durchwegs positive Schlagzeilen produziert.

Für den Coup der Runde sorgte Montpellier mit dem Sturz des FC Barcelona. "In unserer Liga steckt enorm viel Qualität. Die Euphorie in Frankreich ist gross. Drei französische Vereine in den Viertelfinals - das ist eine fantastische Bilanz!", erklärte Montpelliers 24-jähriger Berner Keeper Nikola Portner gegenüber der SDA. (sda)

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