SUPER LEAGUE

Stocker kehrt zu Basel zurück

Der FC Basel holt einen weiteren Schweizer aus der Bundesliga zurück. Wenige Wochen nach Fabian Frei wechselt Valentin Stocker von Hertha Berlin zum Schweizer Meister.
10.01.2018 | 11:10
Aktualisiert:  10.01.2018, 17:42

Titelverteidiger FC Basel hat knapp drei Wochen vor dem Start zur Rückrunde in der Super League den nächsten Schritt für einen Angriff auf die Position von Leader Young Boys getätigt. An einem ereignisreichen Januartag, an dem die Berner den Ausfall ihres Stammkeepers David von Ballmoos vermelden mussten, verstärkte der FCB sein Kader weiter. Stocker kommt ablösefrei von Hertha Berlin und erhält einen Vertrag bis 2021 beim aktuellen Zweiten der Super League. Der 28-jährige Offensivspieler soll die Lücke schliessen, die durch den Abgang von Flügelspieler Renato Steffen (zu Wolfsburg) entstanden ist.

Mit Valentin Stocker kommt ein Spieler in den St.-Jakob-Park zurück, der bis zu seinem Wechsel in die Bundesliga im Sommer 2014 über Jahre eine dominante Figur der Liga gewesen war. So gut Stocker im FC Basel war, so wenig konnte er sich bisher in einem anderen Umfeld durchsetzen. Seine Leistungen im Nationalteam schwankten. Er war nie eine fixe Grösse in der SFV-Auswahl - weder bei Ottmar Hitzfeld noch bei Vladimir Petkovic. Seine bislang 36 Einsätze verteilen sich auf über neun Jahre. Zuletzt wurde Stocker kaum noch berücksichtigt. Im November 2016 gehörte er letztmals zum Schweizer Team. Die Rückkehr in die Schweiz dürfte die Chancen von Stocker erhöhen, sich doch noch für das Schweizer WM-Kader zu empfehlen.

Nur 49 Minuten im Einsatz

Stocker war in den letzten Jahren auch aufgrund von Verletzungen immer wieder aus dem Schweizer Fokus verschwunden. Vor allem aber erreichte er in Berlin nie die Konstanz, die ihn in Basel ausgezeichnet hatte. In dreieinhalb Saisons gelangte er zu 68 Einsätzen. Er absolvierte nur wenig mehr als die Hälfte der Bundesliga-Spiele. Im letzten Herbst kam er unter Trainer Pal Dardai bloss während 49 Minuten zum Einsatz. Zuletzt war er zudem am Meniskus verletzt. Zu Beginn seiner Zeit bei Hertha wurde er vom damaligen Trainer Jos Luhukay sogar in die Amateur-Mannschaft in die Regionalliga verbannt.

Die Tragweite von Stockers Rückkehr ist dennoch nicht zu unterschätzen. Er ist erst 28 Jahre alt und wird den FC Basel mit Sicherheit verstärken. Er ist trotz der grossen Basler Umwälzungen im vergangenen Sommer mit den Verhältnissen vertraut. Zu Sportchef Marco Streller pflegte er bei seinem ersten Basler Engagement einen sehr engen Kontakt. (sda)

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