Der letzte Denkzettel für Christian Constantin

  • Muss dem Stadion 14 Monate lang fern bleiben: Christian Constantin (rechts).
    Muss dem Stadion 14 Monate lang fern bleiben: Christian Constantin (rechts). (Keystone)
12.10.2017 | 17:02

KOMMENTAR ⋅ Ob angemessen oder nicht: Die 14-monatige Sperre nach seiner Tätlichkeit ist für Sion-Präsident und Wiederholungstäter Christian Constantin der letzte Denkzettel, schreibt Christian Brägger in seinem Kommentar.

Schwärzer könnte das Jahr von Sion-Präsident Christian Constantin nicht sein. Zuerst verliert sein Club im Mai den Cup-Mythos, in Endspielen unbezwingbar zu sein. Dann verschenken die Walliser in der Schlussminute der Meisterschaft die Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase, daraufhin misslingt die Qualifikation für den Wettbewerb. Jüngst kollabiert Constantin selbst, kollidiert mit dem TV-Experten Rolf Fringer – und wird gesperrt.

14 Monate muss der FC Sion in den Stadien ohne den streitbaren Constantin auskommen. Ist die Strafe zu mild? Es scheiden sich die Geister. Zwei Dinge sind gewiss: Einerseits wird Constantin das Urteil der Disziplinarkammer nicht akzeptieren; er wird, und das ist man sich von ihm gewohnt, weiter prozessieren. Andererseits muss Constantin die Strafe als letzten Warnschuss verstehen – eine weitere Entgleisung kann und darf ihm nicht mehr unterlaufen. Da er ohnehin bereits Wiederholungstäter ist, muss er sich seinen Platz im offiziellen Bereich des Fussballs wieder erkämpfen. Selbstjustiz und Faustrecht bringen jedenfalls keinen dahin zurück. 

Christian Brägger
 
 
Kommentare
Kommentar zu: Der letzte Denkzettel für Christian Constantin
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geschrieben am 13.10.2017 09:02 | von Peer Kleiner-Moosberger

Die Strafe ist viel zu milde. Jeder gewalttätige Zuschauer erhält doch mindestens 3 Jahre Stadion- und Rayonverbot, wird in die Datenbank aufgenommen und auf Bewährung gesetzt. Herr Constantin hat aber schon eine ganze Liste an Exzessen in den Stadien gezeigt, auch schon Gewalt gegen Schiedsrichter und sogar gegen Zuschauer. Und als Präsident eines Fussballclubs, der in der Schweizer Liga spielt, ist er Organ und Funktionär, der dem SFV/SFL unterstellt ist. Aber für mich (persönlich) ist seine fehlende Vorbildfunktion das grösste Manko. Wie können wir von jungen Spielern oder Fans Anstand erwarten, wenn sogar ein Präsident pöbelnd durch das Stadion zieht? Und dann mit Faustschlägen einen schwächeren zu Boden bringt, und dieses wehrlose Opfer dann mit Fusstritten attackiert? 14 Monate Stadionverbot ist zu wenig, von mir aus wäre "lebenslänglich" die gerechtere Strafe für Herr Constantin.

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