Captain Lichtsteiner und Xhaka ordnen ein

  • Granit Xhaka und die Schweiz wollen den Umweg an die WM-Endrunde erfolgreich meistern
    Granit Xhaka und die Schweiz wollen den Umweg an die WM-Endrunde erfolgreich meistern (KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)
11.10.2017 | 16:18

WM-QUALIFIKATION ⋅ Nach einer makellosen Serie ist den Schweizern am letzten Spieltag das WM-Ticket vorerst entglitten, aber nicht die Fassung.

Captain Stephan Lichtsteiner und Granit Xhaka äusserten sich gegenüber der Nachrichtenagentur sda zur Ernüchterung in Lissabon und wägten die Konsequenzen der ersten Niederlage seit 16 Monaten ab.

Die beiden Leader und Wortführer redeten nichts schön, aber reagierten gemässigt auf den unvorteilhaften Abend im Estádio da Luz. Die beiden Vertreter von europäischen Grossklubs können die internationale Grosswetterlage einschätzen - ihnen kam am Abend der allgemeinen Offenbarung die Klarsicht nicht abhanden.

Im Vorfeld war von einer verlässlichen Standortbestimmung die Rede. Wo liegt nun die Wahrheit? Zwischen der Stabilität der ersten neun Zehntel der Kampagne und der Lektion in Portugal? Ist der Rückschlag erheblich?

Lichtsteiner: "Was uns widerfahren ist, kann passieren nach all den Topspielen, die wir hatten. Wenn wir nach einer Auswärtsniederlage beim Europameister von einem grossen Rückschlag reden würden, hätten wir den Boden unter den Füssen verloren - dann würden wir fliegen. Spielerisch hingegen haben wir die Erwartungen nicht erfüllt."

Xhaka: "Es war eine Standortbestimmung, dabei bleibe ich. Leider gelang uns nicht jenes Spiel, das wir in den letzten Monaten zeigten. Bis zur 41. Minute hatten wir Portugal im Griff, dann konnten wir unser Potenzial nicht mehr abrufen.

In fünf von neun Gruppen hätten 27 Punkte zum Gruppensieg gereicht. Diese Erkenntnis wird den Frust kaum schmälern. Können Sie mit der SFV-Qualifikations-Rekordmarke überhaupt noch etwas anfangen?

Lichtsteiner: "Der Punkterekord ist wenig hilfreich, aber Selbstmitleid bringt überhaupt nichts! Wichtig ist, positiv weiterzufahren. In der ersten Hälfte waren wir relativ gut im Spiel, der Schlachtplan ging auf. Die zweite Halbzeit war nicht gut, jene Phase müssen wir sehr gut analysieren."

Xhaka: "Dass wir enttäuscht sind, ist klar. Wir wollten den Sack zumachen. Trotzdem sollten wir die übrigen neun Siege nicht vergessen - noch ist alles offen, wir sind weiterhin voll im Saft. Wir wissen nach wie vor, was wir können, und bleiben positiv - es bleiben zwei Spiele."

Nordirland, Irland, Schweden, Griechenland - in der Zusatzschlaufen stehen Ihnen unangenehme Kontrahenten gegenüber. Was lösen diese Namen bei Ihnen aus? Welche Reaktion der Equipe ist erforderlich, um die Playoffs zu überstehen?

Lichtsteiner: "Es wird so oder so schwierig. Diese Teams haben alle eine gute Qualifikation hinter sich, sonst wären sie nicht Zweiter geworden. Wir machten selber fast alles richtig während der Ausscheidung und haben eigentlich alles, um die Aufgabe im November zu packen. Wir glauben weiterhin an uns!"

Xhaka: "Unser Team muss jetzt Moral zeigen und beweisen, dass wir nicht nur lachen können, wenn wir gewinnen. Das Ziel Russland ist weiterhin erreichbar, aber wir müssen bereit sein und uns wehren. Vor uns stehen zwei spannende Partien. Schweden halte ich für den stärksten Gegner." (sda)

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Ein neues Posting hinzufügen

Sie dürfen noch Zeichen schreiben.
Bei jedem neuen Beitrag in dieser Diskussion erhalten Sie eine entsprechende Benachrichtigung
Füllen Sie bitte die notwendigen Felder für die Registrierung aus.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.

Ich habe die AGB gelesen und akzeptiert.:
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Welches der Begriffe ist ein Vorname: Laus, Klaus, Haus?
 

Meistgelesen

In diesem Haus an der Neugasse in Bazenheid kam es zum Streit.
Unfälle & Verbrechen: 17.10.2017, 09:11

Tödlicher Streit unter Brüdern: Der mutmassliche Täter galt als jähzornig

Am frühen Montagnachmittag hat sich in Bazenheid ein Familiendrama ereignet.
Der frühere spanische Topstar Fernando Hierro hat soeben die Schweiz aus dem Topf der gesetzten Teams gezogen.
Sport: 17.10.2017, 14:14

Die Schweizer Nationalmannschaft trifft in der WM-Barrage auf Nordirland

Das Los hat entschieden: Will die Schweizer Fussball-Nati an der WM in Russland dabei sein, muss ...
Ist eine Person vermisst, sind die ersten Stunden der Suche laut der Polizei die wichtigsten.
Kanton St.Gallen: 17.10.2017, 08:39

Spurlos verschwunden: Das Leiden der Angehörigen

Ende Oktober sind es 15 Monate, dass ein Mann aus der Ostschweiz verschwand.
Um diesen Vorfall geht es: Beim Spiel Luzern - St.Gallen vom Februar 2016 warf ein Anhänger Knallkörper auf den Rasen.
Ostschweiz: 17.10.2017, 11:28

St.Galler Pyrowerfer: Jetzt entscheidet das Bundesgericht

Der Fall eines Fans des FC St.Gallen, der in Luzern Knallkörper aufs Spielfeld geworfen hatte, ...
Die Büro- und Gewerbeliegenschaft an der Hungerbühlstrasse 15 im Westen von Frauenfeld brennt lichterloh.
Stadt Frauenfeld: 17.10.2017, 08:28

Immenser Schaden nach Vollbrand

Lichterloh brannte in der Nacht auf gestern ein altes Haus im Westen der Stadt.
Unfälle & Verbrechen: 17.10.2017, 16:40

Diebe klauen Wärmeschublade

An der Fürstenlandstrasse in St.Gallen haben sich unbekannte Täter über eine Baustelle Zutritt ...
Auch im thurgauischen Mattwil hatte der Mann einen Reitstall gemietet - das Geld blieb er zu einem grossen Teil schuldig.
Kanton Thurgau: 17.10.2017, 10:48

Reitstall-Betrüger gibt Urkundenfälschung zu

Um bei Gläubigern Kredit zu erhalten, hat ein hochverschuldeter Pferdestallbetreiber Dokumente ...
Die Arapaima schwammen am Dienstag bereits in ihren neuen Wasserbecken in der Aquatis-Anlage in Lausanne herum. Die in Südamerika heimischen Süsswasserfische können bis 4,5 Meter lang werden.
Panorama: 17.10.2017, 17:03

Am Samstag eröffnet in Lausanne das grösste Süsswasser-Aquarium Europas

Aquatis, das grösste Süsswasser-Aquarium-Vivarium Europas, wird am Samstag in Lausanne die Türen ...
Diese roten SBB-Loks werden Schritt für Schritt modernisiert. Bis 2022 sollen alle 119 Fahrzeuge in Yverdon-les-Bains VD für die nächsten zwanzig Jahren fit gemacht werden. (Archiv)
Schweiz: 17.10.2017, 11:24

Rote SBB-Loks werden moderner gemacht

Seit 25 Jahren verkehren auf dem Schweizer Schienennetz die roten Lokomotiven, die mit der ...
Vereinspräsident Bernhard Koch freut sich über die Auszeichnung für die «Freunde des Wasserschlosses Hagenwil» als Oberthurgauer des Jahres.
Amriswil: 17.10.2017, 17:51

Der Verein "Freunde des Wasserschlosses Hagenwil" wird Oberthurgauer des Jahres

Grosse Ehre für den Verein "Freunde des Wasserschlosses Hagenwil": Die Regionalplanungsgruppe ...
Zur klassischen Ansicht wechseln