Lausannes erster Sieg seit 14 Spielen

  • Kopfballduell zwischen Lausannes Pasche (unten) und Vaduz' Muntwiler
    Kopfballduell zwischen Lausannes Pasche (unten) und Vaduz' Muntwiler (Keystone/GIAN EHRENZELLER)
19.03.2017 | 15:45

SUPER LEAGUE ⋅ Lausanne gewinnt in Vaduz 1:0, kommt in der 25. Runde der Super League zum ersten Sieg seit 14 Spielen und gibt den letzten Platz an Vaduz ab. YB siegt in Lugano 2:0, St. Gallen holt in Thun ein 2:2.

Lausannes Siegtor in Vaduz erzielte Gabriel Torres mit einem Schuss von der Strafraumgrenze eine Viertelstunde vor dem Ende. Vaduz-Keeper Benjamin Siegrist liess den an sich harmlosen Schuss unter dem Körper ins Tor kullern.

Zu diesem Zeitpunkt spielten die Gäste bereits 55 Minuten lang in Überzahl, nachdem Vaduz' Maurice Brunner schon nach 20 Minuten die Rote Karte gesehen hatte. Der Sieg war verdient, Lausanne hatte schon zwei Minuten vor dem entscheidenden Treffer eine grosse Chance; Nassim Ben Khalifa setzte seinen Kopfball aus drei Metern aber am leeren Tor vorbei.

Durch den Sieg von Lausanne, dem ersten seit Anfang Oktober letzten Jahres, hat sich die Situation im Abstiegskampf auch für die Grasshoppers weiter verschärft. Der Rekordmeister liegt nun nur noch einen Punkt über dem Abstiegsrang. In der nächsten Runde reist GC nach Lausanne, während Vaduz bei den Young Boys gastiert.

YB kam in Lugano zu einem glückhaften 2:0. Mit der ersten Chance der Gäste erzielte Miralem Sulejmani in der 72. Minute mit dem Kopf aus kurzer Distanz das Führungstor. Und nur eine Minuten danach war auch Topskorer Guillaume Hoarau erfolgreich. Der Franzose traf nach Vorarbeit von Sulejmani und Babu zum 2:0- Schlussresultat; es war das 17. Saisontor von Hoarau.

Der Erfolg der Berner war deshalb etwas glückhaft, weil die sehr defensiv eingestellten Luganesi zuvor die einzige wirklich gute Chance gehabt hatten. Armando Sadiku scheiterte aber in der 32. Minute an YB-Keeper Yvon Mvogo. YB ist nach diesem Sieg den nachfolgenden Sion und Luzern noch mehr entrückt. Der Vorsprung auf die drittklassierten Walliser beträgt nun zehn Punkte.

Die St. Galler fragten sich in Thun am Ende der Partie, ob sie beim 2:2 nun einen Punkt gewonnen oder zwei verloren hatten. Zwei Punkte verloren hatten sie deshalb, weil die Thuner im letzten Spiel unter dem scheidenden Trainer Jeff Saibene (er gab nach dem Spiel seinen sofortigen Abgang zu Arminia Bielefeld bekannt) erst zwei Minuten vor dem Ende zum 2:2 kamen; Captain Denis Hediger traf nach einem Freistoss und einer ersten Parade von St. Gallens Torhüter Daniel Lopar im Nachschuss.

Einen Punkt gewonnen haben die St. Galler im Berner Oberland, weil Thun das bessere Team gewesen war und ein klares Chancenplus verzeichnete. Doch nach der Thuner Führung durch Enrico Schirinzi (23.) bogen plötzlich die St. Galler auf die Siegesstrasse ein, nachdem Albian Ajeti (29.) und Marco Aratore (51.) das Spiel gewendet hatten.

Mit dem Auswärtsremis haben die Ostschweizer immerhin Thun auf Distanz gehalten und den Vorsprung auf Lugano um einen Punkt ausgebaut. Sie haben Platz 5 gefestigt; diese Rangierung reicht am Saisonende womöglich für die Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation - sofern der Cupsieger unter den ersten vier klassiert ist.

Die Resultate vom Sonntag: Lugano - Young Boys 0:2 (0:0). Thun - St. Gallen 2:2 (1:1). Vaduz - Lausanne-Sport 0:1 (0:0).

Rangliste: 1. Basel 25/66 (65:20). 2. Young Boys 25/49 (56:35). 3. Sion 25/39 (46:39). 4. Luzern 25/37 (48:44). 5. St. Gallen 25/31 (30:36). 6. Lugano 25/28 (32:48). 7. Thun 25/27 (38:47). 8. Lausanne-Sport 25/23 (40:47). 9. Grasshoppers 25/23 (30:44). 10. Vaduz 25/22 (31:56). (sda)

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