«Ich bin schon auch ein wenig stolz auf mich»

  • Jeff Saibene verabschiedet sich.
    Jeff Saibene verabschiedet sich. (Marc Schumacher/freshfocus (freshfocus))
20.03.2017 | 05:39

ABENTEUER ⋅ Coach Jeff Saibene verlässt den FC Thun per sofort, die Spieler werden nach dem 2:2 informiert. Die neue Mission des Luxemburgers bis Saisonende: Arminia Bielefeld vor dem Abstieg aus der 2. Bundesliga retten.

Christian Brägger, Thun

Jeff Saibene, mit welchem Gefühl verlassen Sie Thun?

Mit einem tollen Gefühl. Mein Team hat sich blendend entwickelt und präsentiert sich seit Wochen in einer Topverfassung. Wir bieten Spektakel, und das mit Namenlosen. Ich bin sehr zufrieden, es wäre bitter gewesen, wenn wir verloren hätten. Zum Abschied ausgerechnet gegen St.Gallen, dazu ein Unentschieden, das mutet wie Schicksal an.

Mit welchen Gefühlen gehen Sie nach Deutschland?

Ich bin gespannt, was auf mich zukommt. Bereits am Montag im ersten Training wird unglaublich viel los sein. Das alles wird eine neue Welt sein für mich. Bielefeld hat 300000 Einwohner, im Schnitt kommen fast 18000 Zuschauer an die Heimspiele. Der Fussball wird dort gelebt.

Der Vertrag läuft bis Saisonende. Was kommt danach?

Ich wollte keinen langfristigen Vertrag, sondern zuerst einmal schauen, wie es ist. Wenn wir uns retten, wird es ohnehin eine Lösung geben. Falls nicht, werden wir sehen, was passiert. Für mich zählen nur die restlichen neun Spiele und sonst gar nichts.

Seit wann standen Sie in Kontakt mit Bielefeld?

Erst seit vergangenem Mittwochmorgen, als die Arminia den Trainer entliess.

Was war der erste Gedanke?

Wow, was für ein Traditionsclub. Ich bin schon auch ein wenig stolz auf mich. Und ich habe nichts zu verlieren. Ich bin nun der dritte Trainer dort – das bedeutet, dass wohl einiges schiefgelaufen ist. Ich bin überzeugt, dass ich Bielefeld rette. Falls nicht, läge es dann wohl nicht nur an mir.

Haben Sie auch Respekt?

Ja, aber mehr vor dem Drumherum. Ich sehe die kommenden zwei Monate für mich wie eine Testphase. Und ich werde danach spüren, ob die Bundesliga meine Welt sein kann. Schöner kann ich es doch gar nicht haben.

Christian Brägger, Thun

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