ANGRIFF AUF ROLF FRINGER

100'000 Franken Busse und 14-monatige Platzsperre für Christian Constantin

Die Disziplinarkommission der Swiss Football League belegt den Präsidenten des FC Sion, Christian Constantin, mit 100'000 Franken Busse und einer Platzsperre von 14 Monaten. Damit sanktioniert sie den tätlichen Angriff auf Teleclub-Fussballexperte Rolf Fringer.
12.10.2017 | 11:10
Aktualisiert:  12.10.2017, 13:00
Die Disziplinarkommission (DK) der Swiss Football League (SFL) taxiert das Vorgehen von Christian Constantin gegenüber Rolf Fringer als "klaren und schwerwiegenden Verstoss gegen die Verhaltensregeln des Schweizerischen Fussballverbandes SFV". In der Urteilsbegründung hebt sie hervor, dass ein Club-Präsident in erhöhtem Masse verpflichtet sei, sich vorbildlich für Fairplay und Respekt einzusetzen. "Christian Constantin hat in diesem Fall diese Pflicht grob verletzt und damit die Werte des Fussballs diskreditiert", schreibt die SFL in einer Medienmitteilung. Weiter hält die DK fest, dass im Urteil die in der Vergangenheit ähnlichen Disziplinarverfahren gegen Constantin berücksichtigt wurden.


Platzsperre gilt ab sofort

Die Richter der SFL haben folgende Strafe ausgesprochen: Eine Busse über 100'000 Franken und eine Platzsperre von 14 Monaten ab Inkrafttreten des Entscheids. Die Platzsperre gilt für folgende Wettbewerbe: Super League, Challenge League, Schweizer Cup des SFV, Spiele der A-Nationalmannschaft.

"Das bedeutet, dass Christian Constantin bei diesen Spielen der Zutritt zum Stadion, zum Spielfeld, zur technischen Zone sowie zur Mannschaftskabine und der Mixed-Zone untersagt ist", so die SFL. Zudem dürfe er am Spieltag weder auf der Tribüne noch in irgendeinem anderen Stadionsektor Platz nehmen. 

Der Entscheid könne innert fünf Tagen beim Rekursgericht der SFL angefochten werden. Die Richter haben aber einem allfälligen Rekurs gegen die Platzsperre die aufschiebende Wirkung entzogen.
 

Verfahren gegen Barthélémy Constantin läuft noch

Die Disziplinarkommission schreibt, dass zur selben Zeit auch ein Verfahren gegen den Sportdirektor des FC Sion und Sohn von Christian Constantin, Barthélémy Constantin, eröffnet wurde. Dieses würde aber noch laufen. (tn)
 
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