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Ein fast perfekter Nachmittag für den FC St.Gallen

Vor 3200 Zuschauern trennen sich St. Gallen und Southampton in Tübach 0:0. In einer unterhaltsamen Partie hinterlassen die St. Galler einen stilsicheren Eindruck. Die Chancenauswertung ist aber verbesserungsfähig.
15.07.2017 | 22:22
Patricia Loher
Nachdem Mauricio Pellegrino das Interview für die Club-Website des FC Southampton beendet hatte, verabschiedete er sich von Giorgio Contini. «Viel Glück für die Saison», sagte der Trainer der Engländer und klopfte St. Gallens Coach wohlwollend auf die Schultern. Über gemeinsame Kollegen wussten sie beide voneinander, aber kennen gelernt haben sie sich erst gestern vor dem Spiel. Sowohl der 45-jährige Pellegrino als auch der 43-jährige Contini sind noch nicht lange im Amt. Der Argentinier Pellegrino war zuletzt eine Saison Trainer des spanischen 1.-Liga-Clubs Alaves, bevor er Ende Mai zurücktrat. Der frühere Coach von Valencia übernahm Southampton vor drei Wochen, Contini den FC St. Gallen Anfang Mai. 
Bildergalerie: Southampton gegen den FC St.Gallen

Der FC St.Gallen trennt sich in Tübach 0:0 von Southampton. Dem Testspiel wohnten 3200 Zuschauer bei.


 
Nur hat Pellegrino noch ein bisschen länger Zeit, um seine Mannschaft auf die neue Saison in der Premier League vorzubereiten. Die Meisterschaft beginnt für Southampton erst am 12. August, für die Ostschweizer gilt es schon am nächsten Samstag in Lausanne ernst.
 

St. Gallen hätte die Partie gewinnen müssen

Obwohl die St. Galler Verletzungssorgen plagen und gestern nebst Albian Ajeti, Toko sowie Silvan Hefti auch die angeschlagenen Danijel Aleksic und Martin Angha nicht mittun konnten, hinterliess die Mannschaft von Contini einen stilsicheren Eindruck. St. Gallen hätte die Partie, die  vom FC Rorschach-Goldach perfekt organisiert und in einem wunderbaren Rahmen ausgetragen wurde, aufgrund der besseren Möglichkeiten für sich entscheiden müssen. Schon nach 15 Minuten hatten die Ostschweizer durch Roman Buess, Yannis Tafer und Alain Wiss drei gute Chancen ausgelassen. 
 
Die St. Galler hatten die Gegner, bei denen der englischen Nationalspieler Ryan Bertrand und der niederländische Internationale Virgil van Dijk nicht zum Einsatz kamen, während 90 Minuten im Griff. St. Gallen gestand Southampton keine Druckphase und nur wenig Chancen zu. «Erfreulich war unsere defensive Organisation. Auch die Art, wie wir pressten und wie wir uns zurückfallen liessen, stimmt uns zuversichtlich», sagte Contini. Aber natürlich: «Die Chancenauswertung war mangelhaft.» In der Schlussphase kamen die St. Galler zu drei weiteren guten Möglichkeiten, die sie nicht nutzten. 
 
Bereits nach 23 Minuten hatte Tranquillo Barnetta das Spiel abbrechen müssen, weil er an muskulären Problemen litt. Der 32-Jährige ist aber nicht verletzt. «Seine Auswechslung war eine Vorsichtsmassnahme», so der Trainer. Einen positiven Eindruck hinterliess Neuzugang Peter Tschernegg, der im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kam. Der 24-Jährige, zuletzt bei Wolfsberg in der österreichischen Bundesliga unter Vertrag, überzeugte durch seine Präsenz und verlieh St. Gallens Spiel Stabilität. «Es war ein ordentlicher Einstand», sagte der Österreicher, der in St. Gallen erst eine Trainingseinheit absolviert hat.
 

Lopar bleibt die Nummer eins

Im Vergleich mit dem letzten Testspiel werde es am Samstag in Lausanne «sicher die eine oder andere Veränderung in der Aufstellung geben», so Contini. Was hingegen feststeht, ist: Goalie Nummer eins bleibt Daniel Lopar, der gestern die Captainbinde trug. Und den Saisonstart sicher verpassen wird Albian Ajeti. Der 20-Jährige, der an einer Entzündung im Knie litt, werde nun ins Mannschaftstraining integriert. «Mit Ajeti rechne ich frühestens im ersten Heimspiel gegen Sion», so Contini. Diese Partie wird am 6. August ausgetragen.
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