SUPER LEAGUE

Cedric Itten: "Das Tor gegen den FCB war die Erlösung"

Der formstarke Stürmer spielt morgen ab 16 Uhr mit dem FC St. Gallen in Luzern. Zu Beginn dieser Saison lief Itten noch für den morgigen Gegner der Ostschweizer auf.
01.04.2018 | 10:25
Daniel Wyrsch

Daniel Wyrsch

Cedric Itten hat mit dem FC St. Gallen einen Traumeinstand erlebt. Der 21-jährige Stürmer führte die Ostschweizer mit seinen beiden Toren zum 2:0-Erfolg in Basel und auf die Siegerstrasse. Seither haben die Grünweissen nur noch gewonnen, total fünfmal hintereinander. Sie stehen derzeit unangefochten auf Tabellenplatz drei. Itten – vier Tore und zwei Assists in sieben Spielen – ist sehr zufrieden, wie sich die Dinge nach dem Wechsel in der Winterpause von Basel in die Ostschweizer Metropole entwickelten: «Ich fühle mich in St. Gallen ähnlich wohl wie in Luzern», sagt er.

Itten kennt St. Gallens Trainerassistenten Markus Hoffmann aus gemeinsamen Zeiten mit dem FC Basel, Cheftrainer Giorgio Contini schenkt ihm das Vertrauen, und von den neuen Chefs im Kybunpark, Präsident Matthias Hüppi und Sportchef Alain Sutter, ist er menschlich erst recht überzeugt: «Hüppi und Sutter sind ehrliche Menschen.»

Der Hauptgrund für den Transfer war allerdings nicht der begeisterungsfähige Hüppi, sondern das deutliche Plus an Spielpraxis, das er bei den St. Gallern bekommt. «In Basel war der Konkurrenzkampf im Sturm zu gross, als Albian Ajeti aus St. Gallen zurückkam und Ricky van Wolfswinkel wieder fit war», so Itten.

Itten würde wieder nicht jubeln

Doch am 17. Februar, beim eingangs erwähnten St. Galler 2:0-Triumph, stellte Itten seine früheren Stürmerkollegen Van Wolfswinkel, Ajeti und Dimitri Oberlin mit dem Doppelpack in den Schatten. Beim 1:0 nach der Pause konnte der Ur-Basler seine Gefühle noch kontrollieren, beim alles entscheidenden 2:0 kurz vor Schuss «brachen die Emotionen einfach aus mir heraus. Ausgerechnet im St.-Jakob-Park gegen den FC Basel, das war schon ex­trem speziell.» Und: «Dieses Tor war eine Erlösung, ich wollte und konnte die Freude nicht zurückhalten», sagt Itten. Kühler verhielt er sich am 25. November in Luzern, als er zum 4:1-Sieg des FC Basel als Einwechselspieler das 3:1 beisteuerte. «Da habe ich nicht gejubelt, weil ich ja kurz zuvor noch für Luzern spielte.» Er sagt, er würde sich auch am Ostermontag zurückhalten, wenn er im St. Galler Dress gegen den FC Luzern treffen würde. «Ich habe Luzern viel zu verdanken.»

Die Zukunft ist ungewiss

Die ganze vergangene Saison und zu Beginn dieser Spielzeit stürmte Itten für die Innerschweizer. In total 33 Ligapartien erzielte er drei Tore und gab acht Assists. Anfang der laufenden Saison spielte der Teamplayer fünfmal für den FC Luzern, gab Vorlagen zu zwei Treffern, die total vier Punkte wert waren. Dass er danach zwei Clubwechsel in derselben Spielzeit machen konnte, verdankt er einer Ausnahmeregelung für U21-Jungprofis.

Wo er nächste Saison spielt, weiss Itten nicht. Er gehört Basel, der Leihvertrag mit St. Gallen läuft Ende Juni aus. «Wichtig ist, weiter Leistung zu zeigen.» Itten ist heiss auf das morgige Spiel in Luzern, das um 16 Uhr beginnt.

Weitere Artikel