Schönenberger spricht Klartext: Rücktritt wegen Abgängen von Kesseli und Hüppi

  • Ein Bild der Vergangenheit: Der damalige Verwaltungsratspräsident der FC St.Gallen AG Michael Hüppi (rechts) gratuliert im Oktober 2009 Martin Schönenberger zu dessen Wahl in den Verwaltungsrat. Nun üben beide keine Funktion im Umfeld des FCSG mehr aus.
    Ein Bild der Vergangenheit: Der damalige Verwaltungsratspräsident der FC St.Gallen AG Michael Hüppi (rechts) gratuliert im Oktober 2009 Martin Schönenberger zu dessen Wahl in den Verwaltungsrat. Nun üben beide keine Funktion im Umfeld des FCSG mehr aus. (Reto Martin)
13.09.2017 | 21:12

KRISE BEIM FCSG ⋅ Der Rücktritt von FC-St.Gallen-Verwaltungsrat Martin Schönenberger steht ganz konkret in Zusammenhang mit den Abgängen von Verwaltungsratsvizepräsident Michael Hüppi und von CEO Pascal Kesseli. Das schreibt Schönenberger in einer persönlichen Erklärung.

Johannes Wey/Daniel Wirth
Die Gerüchteküche brodelte schon länger, nun folgt die Bestätigung: Auch Martin Schönenberger verlässt den Verwaltungsrat der FC St.Gallen Event AG. Nach den Rücktritten von Vizepräsident Michael Hüppi und Pascal Kesseli sind damit nur noch vier von bislang sieben Verwaltungsräten übrig: Präsident Stefan Hernandez, Sascha Roth, Ferruccio Vanin und Brigitta Mettler.
Das Verwaltungsrats-Team um Präsident Stefan Hernandez ist nur noch halb so gross, wie vor einer guten Woche.
Am Mittwochabend teilte der FC St.Gallen mit, dass Martin Schönenberger eine Wiederwahl ausschliesse. Er bleibe aber Präsident der Sponsorenvereinigung DienstagsClub sowie Präsident des Organisationskomitees der Nacht des Ostschweizer Fussballs.
Der Rücktritt von FC-St.Gallen-Verwaltungsrat Martin Schönenberger steht ganz konkret in Zusammenhang mit den Abgängen von Verwaltungsratsvizepräsident Michael Hüppi und von CEO Pascal Kesseli. Das schreibt Schönenberger in einer persönlichen Erklärung, mit der er am Mittwochnachmittag neben Freunden auch die Mitglieder der einflussreichen Donatorenvereinigung Dienstags-Club bediente, die er seit vielen Jahren präsidiert. Das kurze Schreiben liegt dem «Tagblatt» vor.

Veränderungen seien Bestandteil einer dynamischen Welt und böten auch Chancen, neue Wege zu gehen. Die Art und Weise, wie Veränderungen initiiert und umgesetzt werden, dürften aber nicht ausser Acht gelassen werden, schreibt Martin Schönenberger, der an der nächsten Generalversammlung der FC St.Gallen AG aus freien Stücken aus dem Verwaltungsrat zurückritt, wie er betont.

Sein Entscheid, sich der Wiederwahl nicht mehr zu stellen, stehe indes in Zusammenhang mit den jüngsten personellen Veränderungen im Verwaltungsrat. Michael Hüppi habe seinen Rücktritt gegenüber dem «Tagblatt» ausführlich begründet, sagt Martin Schönenberger. Dem habe er nichts mehr zuzufügen.  

Schönenberger gehört dem Verwaltungsrat seit 2009 an. Zudem ist er Gründer und Inhaber der PMS Schönenberger AG, die in der Personalberatung tätig ist.

In den vergangenen Tagen ist der FC St.Gallen nicht mehr zur Ruhe gekommen: Am 4. September hatte der Verein bekanntgegeben, dass CEO und Verwaltungsratsmitglied Pascal Kesseli die FC St.Gallen Event AG verlässt. Tags darauf trat auch der frühere Präsident Michael Hüppi per sofort zurück und erhob schwere Vorwürfe gegen Präsident Stefan Hernandez und Hauptaktionär Dölf Früh. Ebenfalls am 5. September reichte Stadionmanager Marco Sessa seine Kündigung ein. Die Austritte reihen sich ein in eine lange Reihe von Abgängen aus Schlüsselpositionen seit dem vergangenen Herbst.

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Kommentare
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geschrieben am 13.09.2017 18:15 | von Peter Sturzenegger

Der neue Präsident scheint den FCSG in ein Desaster zu reiten. Er kommt massivst arrogant und total unglaubwürdig rüber. Jemand muss wohl sofort die Reissleine ziehen. Aber wer? Dölf Früh? ...

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geschrieben am 13.09.2017 21:16 | von Stavros Vlachos

Schade auch um Martin Schönenberger!!
Sehr geehrter Dölf Früh: warum haben Sie diese Person als Präsident vorgeschlagen? Wurden seine Qualitäten denn überhaupt seriös geprüft oder war da nur die Kumpelei massgebend? Er hat doch einfach nicht das Format für diese wichtige Aufgabe!Auch wenn Sie im Krankenstand sind müssen Sie diesen Scherbenhaufen in Ordnung bringen aber sicher nicht mit diesem Übergangs-Präsidenten!
Sehr geehrter Dölf Früh das sind SIE der Ostschweiz schuldig;man kann nicht nur nehmen sondern man muss auch alles wieder in Ordnung bringen.Sie haben sicher viel geholfen aber Sie haben auch viel profitiert! Ich finde es gut,dass der Herr Dr.Hüppi sich in der Öffentlichkeit zu Wort gemeldet hat,denn er geniesst ein hohes Ansehen und Hut ab vor dem St.Galler-Tagblatt mit ihren Kommentaren.
Mit freundlichen Grüssen
Stavros-Constantinos Vlachos.

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geschrieben am 15.09.2017 13:21 | von Monica Eberdorfer

Klingt für mich wie Stammtisch-Gerede. Schon mal gehört, dass es immer eine Kehrseite der Medaille gibt, die aber nicht an die Öffentlichkeit getragen wird? Was für Qualifikationen haben Sie, um andere Beurteilen zu wollen? Andere zu kritisieren, ist einfach. Lasst die mal machen. Ist ja wohl klar, dass wohl einige Sachen früher schon lief enund nun halt durchgezogen werden.... und lasst die Spieler einfach mal spielen. Was gehen uns die Hintergründe an? Wir wollen guten Fussball sehen.

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wer zieht noch am strick?
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geschrieben am 13.09.2017 19:09 | von reto rohner

der präsi sagte ja, dass er leute will, die alle am gleichen strick ziehen....nun ja, irgendetwas ist schief gelaufen - er zieht alleine.....

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geschrieben am 13.09.2017 20:11 | von roger meyer

warum schief gelaufen? So wie es aussieht ziehen doch die meisten am selben Strick, nur nicht auf seine Seite zwinkern
Vorher war doch alles gut, und auf einmal soll alles alte schlecht sein? Hat sich da Herr Früh verkalkuliert?

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geschrieben am 14.09.2017 07:43 | von Urs Vetsch

Bei allem Respekt gegenüber Dölf Früh, und was er für den Verein getan hat. Letztendlich hat er dies alles auch nur für sein eigenes Ego getan, um sich auf dieser Plattform selbst zu verherrlichen. Auch seine Nachfolgeregelung und das Mobbing gegen seine ehemaligen Vorstandskollegen ist reiner Egoismus und hat nichts mit wohl des FC’s zu tun. Dölf Früh zeigen sie jetzt Grösse, korrigieren sie als Hauptaktionär ihren Fehler mit Hernandez und ziehen sich danach bitte zurück. Sie haben in den letzten 2 Jahren genug Schaden angerichtet. Habe fertig

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