• Susanne Milz
    Behutsam gewöhnt Susanne Milz die Schweinchen an die Startbox. (Reto Martin)
  • Susanne Milz
    Die Bäuerin Susanne Milz freut sich über jeden Trainingsfortschritt der Schweinchen. (Reto Martin)
  • Säulirennen
    Das Publikum freut sich, wenn die Schweinchen durch die Arena rasen. (GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))
15.03.2017 | 05:00

Quietschvergnügt rennen die Schweinchen um die Wette


Susanne MILZ ⋅ Wenn es in der Arena tost und brodelt, wenn gewettet und mitgefiebert wird, dann ist es soweit: Die Säuli sind los! Susanne Milz sorgt dafür, dass die kleinen Schweinchen fit sind für das grosse Rennen.

Täglich um 16 Uhr fiebern Tausende von Besuchern an der Olma mit, wenn Tschili, die Heisse Heidi, Taifun oder wie sie alle heissen (die Namen werden vom Arena-Sprecher Christian Manser bestimmt), durch die Arena spurten. Beim legendären Säulirennen geht es hoch her. Die Schweinchen geben alles! - Das Publikum tobt!

 

Wie selbstverständlich springen die Rennschweine über die Hindernisse. (GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))
Betreut und trainiert werden die rosa Vierbeiner mit den Ringelschwänzchen von Susanne Milz. Sie sorgt dafür, dass die Schweinchen eine gute Kondition haben und in guter Verfassung an die Olma kommen. Dort werden sie von einem ehemaligen Lehrling der Familie Milz betreut. "Sobald die Schweine übergeben sind, kann ich aufatmen", sagt Susanne Milz. Und der Moment, wenn Christian Manser mit dem Song von Status Quo "Whatever you want" das Rennen eröffnet, ist für die Sauentrainerin jedes Mal etwas ganz Besonderes. "Klappt dann alles, bin ich hin und weg."  

Seit 20 Jahren trainiert Susanne Milz die Olma-Rennschweine

Wie bringt man Schweine dazu, sich ein Rennen zu liefern? "Für die ganze Vorbereitung brauchen wir ungefähr drei Monate", sagt Susanne Milz. Auf dem Bauernbetrieb der Familie werden neben Kühen auch Schweine gehalten. Sobald die jungen Ferkel auf dem Hof sind, geht Susanne Milz immer wieder in den Stall, beobachtet das Verhalten sowie den Charakter der Tiere und wählt dann 20 von ihnen aus. Diese werden in einen Stall gebracht, der gleich aussieht, wie an der Olma und wo viel Betrieb herrscht. Die Schweinchen sollen sich an Menschenstimmen, Lärm und unterschiedliche Geräusche gewöhnen. Spielerisch beginnt sie mit den Tieren das Training. Jeden Tag legt sie ihnen Mäntelchen um, erst anschliessend gibt es Futter.
 

Olma in drei Worten:
Treffpunkte, Schweinerennen, Einkehren

 

Sobald das reibungslos geht, wird auf dem Hof der Milzens die Olma-Rennbahn nachgebaut. Schritt für Schritt lernen nun die Schweine in die Box zu gehen, zu starten und an den Futternapf zu rennen. "Eigentlich ist es nichts anderes als Schweine füttern, jedoch mit einem Wettrennen im voraus", sagt sie. Susanne und Hans Milz konnten kürzlich den Bauernbetrieb ihrem Sohn übergeben. "Früher musste ich das Sauentraining und alle anderen Arbeiten unter einen Hut bringen. Nun bleibt mir mehr Zeit für die Rennschweine", freut sich die initiative Bäuerin. (cs)

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