• René Käppeli
    René Käppeli freut sich über die Ehre, Olma-Botschafter zu sein.
  • René Käppeli
    Der ehemalige Direktor blickt von seinem Wohnquartier direkt auf die Olma. (Urs Bucher)
15.03.2017 | 05:00

Seit über 30 Jahren mit der Olma verbunden


René KÄPPELI ⋅ Von 1983 bis 2001 leitete er die Geschicke der Messe – stolze 18 Jahre lang: René Käppeli ist der älteste noch lebende Olma-Direktor und gleichzeitig jener, der am längsten im Amt war. Ein Besuch an der Olma gehört für ihn bis heute fix in den Kalender.

«Mich trifft man überall und dort an der Olma an, wo ich eingeladen bin und meine, erwartet zu werden», sagt René Käppeli. Und erwartet wird er jeweils nicht nur von der Messeleitung an der Eröffnungsfeier, sondern auch am Pressestamm oder von zahlreichen Freunden und Bekannten an allen Ecken der Olma. Selbst wenn er nicht auf dem Gelände unterwegs ist, bekommt er das bunte Messetreiben mit. Denn von seinem Wohnsitz im St. Jakobsquartier aus, blickt er direkt hinüber zur Olma.

«Warum ein Auswärtiger?»

Einen Bezug zu St. Gallen hatte der gebürtige Aargauer bereits in jungen Jahren, als Student an der HSG. Dass er einst in der Olma-Stadt Fuss fassen würde, ahnte er damals nicht. René Käppeli stammt aus Wohlen und betätigte sich nach dem Studium bei der «Winterthur»-Leben, alsdann bei Globus – zuerst in Zürich, hernach in Bern als Direktor und nochmals in Zürich. Schliesslich bewarb er sich 1982 erfolgreich als Olma-Direktor. Warum ein Auswärtiger, hiess es damals. Geholfen hat René Käppeli, dass er für Globus Bauprojekte realisierte, die ziemlich den Expansionsbestrebungen der Olma-Verantwortlichen entsprachen. «Und vielleicht, dass ich als ehemaliger HSGler doch nicht ein ganz Fremder war.» Ausserdem war bereits sein Vorgänger, der erste Olma-Direktor Erwin Schenker, ein Freiämter. «Wohl ein Zufall, aber ein Erlebnis», so Käppeli.

Olma in drei Worten: Staunen, Freu(n)de gewinnen


In seiner 18-jährigen Amtszeit, so lange war bis jetzt noch keiner vor und nach ihm Olma-Direktor, hat René Käppeli nebst unzähligen Vertretern von Städten und Kantonen 14 Bundesräten die Hand geschüttelt, unter anderem auch der ersten Bundesrätin Elisabeth Kopp. Ein denkwürdiges Erlebnis war für ihn, als Bundesrat Willi Ritschard am 16. Oktober 1983 verstarb, drei Tage nach dem er an der Olma die Eröffnungsrede gehalten hatte. Und natürlich bleibt Käppeli der Brand der Halle 7 am 20. Oktober 2000, an seinem letzten Olma-Tag vor seiner Pensionierung, in tragischer Erinnerung. Glücklicherweise kam dabei niemand zu schaden und schaffte man bereits auf die Offa hin mit den Hallen 4 und 5 würdigen Ersatz.

Nicht nur die Infrastruktur – unter Käppelis Leitung entstanden zum Beispiel die Hallen 2, 3 und 9 sowie die neue Olma-Arena – auch das Messeangebot entwickelte sich ständig weiter. So kamen die Ferienmesse, die Hochzeitsmesse und die Tier und Technik hinzu, andere Titel verschwanden wieder. Dass er heute als Olma-Botschafter amten darf, sei für ihn eine «ehrenvolle Berufung zu fortgesetztem Nachdenken und vielfältigem, guten Reden über die Olma» meint René Käppeli, der im Februar seinen 81. Geburtstag feierte und sich einmal mehr auf viele belebende Kontakte an der Olma freut. (seg)

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