Königsdisziplin des Kleiderkaufs

Bademode Auffällig-schrill oder doch lieber klassisch-schlicht? Die Suche nach dem perfekten Strandbegleiter ist für viele eine frühsommerliche Herausforderung. Experten verraten ihre Tipps und Tricks für das passende Strandoutfit.
09.03.2017 | 05:00
ANNA DIECKMANN

Die Tage werden wieder länger und wärmer, die Ferien sind schon gebucht und auch das erste Mal Grillieren lässt nicht mehr lange auf sich warten. Fehlt nur noch eines: das perfekte Strandoutfit für den herannahenden Sommer. Geschäftsleiter und Besitzer vom Lingeriegeschäft Perosa, Roger Schärer, ist schon 25 Jahre in diesem Bereich der Mode tätig und weiss, auf was es ankommt. «Es gibt kein schwierigeres Kleidungsstück, denn alles muss perfekt sitzen», erklärt er. Dazu sei es unerlässlich, das gewünschte Exemplar im Fachgeschäft anzuprobieren und sich genügend Zeit dafür zu nehmen. Da pflichtet ihm auch Jana Schulricht, Beachware-Designerin von Beldona, bei. «Hochwertige Qualität, perfekte Passform und gute Beratung sind Gold wert.»
Von tropischen Aufdrucken über Blumenmuster bis hin zu den schwarzen und blaugrünen Klassikern ist dieses Jahr bei Perosa alles mit dabei. Bei H&M findet man in dieser Saison sanfte Pastellfarben wie zartes Rosa und Mintgrün. Aber auch kräftigere Farben wie Gelbtöne und schrilles Pink sind bei dem Textilunternehmen angesagt. Nathalie Schweizer, die ihre gleichnamige Bademode-Kollektionen in Zürich entwirft und unter anderem in Luzern verkauft, setzt dieses Jahr auf satte, klare Farben wie Schwarz, Marine, Rot und Grün. Die Schnitte sind 2017 ebenfalls sehr vielseitig, wobei das sogenannte «Mix and Match» sich seit gut drei Jahren immer grösserer Beliebtheit erfreut. «Wir führen viele Linien, bei denen sich Oberteile mit verschiedenen Unterteilen kombinieren lassen und umgekehrt», sagt Roger Schärer. So kann nach Belieben individuell zusammengestellt werden. Von sportlich, schlicht und elegant bis hin zu Rüschen und Bändchen ist alles am Strand vertreten. H&M setzt derweil bei den weiblichen Trendsettern auf vergangene ­Zeiten und bringt den 70er-­Jahre-Bikini mit einer höher geschnittenen Badehose wie auch den sehr hohen Beinausschnitt aus den 80ern zurück.
 

Nicht zu sexy, dafür sportlich-elegant

Nathalie Schweizer kann auf viele Jahre Modeerfahrung zurückgreifen und weiss, was Schweizerinnen bevorzugen: «Elegante, sportliche und schlichte Schnitte und Farben. Nicht zu auffallend und nicht zu sexy.» Diese Meinung vertritt auch Roger Schärer von Perosa: «Schweizerinnen sind bei der Bademode konservativer als südländische Frauen. Sie möchten weniger zeigen, dafür soll alles gut sitzen.» In der Westschweiz sieht Schärer einen ­Gegentrend, dort werde etwas frechere Bademode bevorzugt. Dies könne am Einfluss von Frankreich liegen.
Nicht vom Röstigraben abhängig sind dagegen die diesjährigen Accessoires. «Pareos gehören auch diesen Sommer wieder zu den absoluten Favoriten», empfiehlt Schärer. Passend zum Badekleid lassen sich die Wickeltücher bequem vom Kopftuch zum Rock oder Kleid umfunktionieren. Beldona-Designerin Jana Schulricht sieht im Pareo ebenfalls das Accessoire der Saison. «Pareos, aber auch Cover-ups und Beachkleider verführen ­direkt von der Badi oder vom Strand in laue Sommernächte an der Bar.» H&M ergänzt: «Taschen, Hüte und Sonnenbrillen dürfen ruhig etwas grösser ausfallen. Das Must-have der Saison sind Hüte und Strandtaschen aus Stroh.» Auch Ton-in-Ton-Kombinationen und Oversize-Accessoires seien en vogue.
Besonders angesagt bei den Männern sind laut Ochsner Sport die etwas kürzeren Shorts mit Gummibund im Uni- oder Streifen-Look. Dabei dominieren die Marken Beach Mountain, Brunotti, Roxy, Quiksilver, O’Neill, Seafolly & Watercult. Für die Herren  sind bei H&M bunte Blumenmuster und geometrische Colourblock-Designs in. Ob knielange, lockere Modelle oder körperbetonte Micro-Shorts – diese Saison dürfen Männer laut H&M ganz verschiedene Styles tragen. Die beliebtesten Strandaccessoires der Herren bleiben Rucksack und Cap.
Bildergalerie: Fashion 2017 Königsdisziplin des Kleiderkaufs


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