SCHWARZENBACH

«Neubau bietet klaren Mehrwert»

Befragt

Am 10. Juni befinden die Stimmberechtigten der Gemeinde Jonschwil über einen Kredit von 19,3 Millionen Franken für den Neubau der Schulanlage Schwarzenbach. Eine Sanierung steht nicht zur Diskussion.
12.04.2018 | 05:20
Philipp Stutz

Philipp Stutz

philipp.stutz@wilerzeitung.ch

Bei der Vorlage, die bereits an der Bürgerversammlung zu heftigen Diskussionen geführt hat, handelt es sich um ein Generationenprojekt. Das heisst, es ist im Sinne kommender Generationen zu denken und zu handeln.

«Das 48-jährige Schulhaus Hofäcker genügt den Anforderungen nicht mehr», schreibt der Gemeinderat in seinem Gutachten. Eine Erweiterung mit gleichzeitiger Sanierung sei geprüft worden und hätte Kosten in Höhe von gegen 13 Millionen Franken zur Folge gehabt. Gebäudestruktur, Raumangebot und Umgebungsgestaltung vermöchten hingegen mit einer solchen Lösung nicht zu befriedigen. Der Gemeinderat beantragt deshalb einen Neubau, der samt Umgebung und Tiefgarage mit Kosten von 19,34 Millionen Franken zu Buche schlägt. Der Planung lag ein Projektierungskredit von 380000 Franken zugrunde, der an der Bürgerversammlung 2017 genehmigt worden war.

Eine grössere Sporthalle samt Bühne und Aula

Im Unterschied zu einer Sanierung sind im Neubau eine grössere Sporthalle (heutige Standardgrösse), eine neue Bühne, eine Aula, eine Tiefgarage, ein neuer Allwetterplatz sowie eine neue Umgebungsgestaltung enthalten. «Damit erfüllt das Projekt die Bedürfnisse von Schule, Vereinen und Öffentlichkeit längerfristig besser und bietet einen klaren Mehrwert», hält der Gemeinderat fest. Im Baukredit sind alle notwendigen Schulräume enthalten. Die Aula eignet sich für Belegungen bis gut 200 Personen. Die Mehrzweckhalle mit Bühne ist für Belegungen bis 450 oder 600 Personen, je nach Bestuhlung, ausgerichtet. Im Projekt enthalten sind die Tiefgarage mit 30 Plätzen sowie Bewegungs- und Begegnungsflächen im Freien. Der Neubau ist so platziert, dass während der Bauphase im bestehenden Schulhaus weiterhin Unterricht erteilt werden kann. Auch die Turnhalle kann – mit wenigen Ausnahmen – weiter benutzt werden.

Altes Schulhaus soll abgebrochen werden

Nach der Bauphase wird das im Jahr 1970 erbaute Schulhaus abgebrochen und an seiner Stelle eine Spiel- und Fussballwiese erstellt. Die Umsetzung des Projekts wird mit allen Umgebungsarbeiten voraussichtlich bis zum Jahr 2021 dauern.

Mit dem Neubau können die gemieteten Räume an der Wiler­strasse aufgegeben werden. Über die Zukunft des bestehenden Pavillons soll später entschieden werden.

Gemeinde hat Areal Karrer erworben

Die Bürgerversammlung vom März hat den Gemeinderat ermächtigt, das Areal Karrer an der Schulstrasse für den Betrag von 742000 Franken zu erwerben. Mit oder ohne Schulbau nimmt diese Liegenschaft nach Ansicht der Exekutive eine wichtige Stellung ein. Der Gemeinde wird es möglich, das Areal sinnvoll zu arrondieren.

Für die Kosten von 19,34 Millionen Franken stehen Vorfinanzierungen von 2,14 Millionen Franken zur Verfügung. Auch kann auf Ersatzbeiträge für Kinderspielplätze in Höhe von 30390 Franken zurückgegriffen werden. Die Restfinanzierung von 17,16 Millionen Franken wird linear während maximal 25 Jahren abgeschrieben. Gemäss aktueller Steuerkraft ergibt das eine jährliche Belastung des Gemeindehaushaltes von zehn Steuerprozenten. Hinzu kommen Zinskosten, die im Verlaufe der Amortisationsdauer stetig abnehmen werden.

Hinweis

Am Mittwoch, 16. Mai, findet um 19.30 Uhr im Oberstufenzentrum Degenau ein Informationsanlass statt.

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