BAZENHEID

Kunden erwarten funktionierende Anschlüsse

Am Montag beginnen die Bauarbeiten für die zweite Etappe der Fernwärme. Andreas Jossi, Geschäftsführer des Regionalwerks Toggenburg RWT, das als Bauherr verantwortlich ist, informiert im Gespräch über das Vorgehen.
14.04.2018 | 05:20
Beat Lanzendorfer

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer@

toggenburgmedien.ch

Andreas Jossi, die erste Heizperiode in Unterbazenheid mit Fernwärme wird Ende April abgeschlossen. Was ziehen Sie als Geschäftsführer der RWT für ein Fazit?

Ein durchwegs positives. Die Technologie ist wie erwartet unkompliziert und zuverlässig. Die Wärmeenergie konnte jederzeit in den gewünschten Mengen geliefert werden.

Gab es auch Reaktionen seitens der Wärmebezüger?

Ich hatte nach der Inbetriebnahme Kontakt mit einigen Kunden. Die Rückmeldungen waren durchs Band positiv. Die Inbetriebnahmen waren grossmehrheitlich unproblematisch und die Wärmelieferung erfolgt seither ohne Zwischenfälle.

Falls es im Gebiet der ersten Bauetappe Anwohner gibt, die jetzt auf dem Fernwärmezug aufspringen möchten, wäre dies möglich?

Grundsätzlich wäre dies möglich. Unser Fokus liegt zurzeit allerdings auf der zweiten Bauetappe. Der Zeitpunkt, sich für die zweite Bauetappe jetzt zu melden, könnte besser nicht sein. Einen Anschluss vorzunehmen, wenn gleich vor dem Haus die Fernwärme mit offenem Graben vorbeiführt, ist für alle Seiten ideal. Rwt bietet in dieser Phase Sonderkonditionen an, um möglichst viele Anschlüsse vornehmen zu können.

Am Montag starten Sie mit der zweiten Etappe. Sind nach den bisher gemachten Erfahrungen Änderungen bei der Umsetzung vorgesehen?

Nein, es wird keine grundsätzlichen Änderungen geben. Aber natürlich haben wir aus der ersten Etappe Verschiedenes gelernt und lassen die Erfahrungen einfliessen.

Wo wird das Fernwärmenetz im Detail durchführen?

Die Trasse führt vom Ifang über den Kreisel, via Wilerstrasse, Neugasse zur Spelterinistrasse. Der Startbereich beim Landhaus ist fixiert. Für die danach folgenden Bauabschnitte werden die Details nun festgelegt. Ob letztlich die genaue Linienführung vor oder hinter einem Haus durchführt, hängt in erster Linie von den vorhandenen Anschlussverträgen ab. Grundsätzlich gilt: so nahe bei den Kunden vorbei wie möglich.

Können Sie abschätzen, wie viele Besitzer von Liegenschaften sich im Gebiet der zweiten Bauetappe für Fernwärme entscheiden werden?

Unser Ziel ist es, rund 25 Liegenschaften anzuschliessen. Ich gehe davon aus, dass uns dies gelingen wird.

Wie hoch ist das Investitionsvolumen?

Die geplanten Investitionen betragen rund 2,6 Millionen Franken.

Rechnen Sie, insbesondere im Bereich der Wilerstrasse, mit Verkehrsbehinderungen?

Während der Bauarbeiten lassen sich Lärm-, Staub- und Schmutzemissionen leider nicht vollständig verhindern. Es sind zeitweise Behinderungen im Bereich des Kreisels und entlang der Wiler­strasse zu erwarten. Leider sind die Bauetappen beim Fernwärmenetzbau tendenziell grösser und die Baugräben bleiben länger offen als es bei Strom- oder Wasserbauten üblich ist. Ich appelliere daher an das Verständnis der betroffenen Bazenheider und der Passanten.

Können Sie bereits abschätzen, wann die Bauarbeiten der zweiten Etappe beendet sein werden?

Die Kunden erwarten rechtzeitig zur Heizsaison im Oktober einen funktionierenden Anschluss an das Wärmenetz. Daran messen wir uns und entsprechend ist der Zeitplan aufgesetzt.

Wie geht es danach weiter? Wird das Fernwärmenetz in Bazenheid weiter ausgebaut?

Wir sind bereits am Abschliessen von weiteren Wärmelieferverträgen für einen Ausbau im kommenden Jahr. Vorgesehen ist ein Ausbau ab Neugasse bis zur Bahnlinie oder darüber hinaus. Das Interesse an Fernwärme in Bazenheid ist erfreulich hoch.

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