FUSSBALL

Jetzt sind die Jungen am Zug

Machtwechsel beim FC Bazenheid. Für den nach 37 Jahren zurückgetretenen Markus Böni wählen die Mitglieder an der Hauptversammlung am vergangenen Freitag Danny Lüthi zum neuen Präsidenten.
12.02.2018 | 05:18
Beat Lanzendorfer

 

69 Minuten nach Eröffnung der Hauptversammlung ereignete sich am Freitag im Landhaus-Saal Historisches. Erstmals nach 37 Jahren oder 13523 Tage nach seiner Wahl 1981, stand bei der Einblendung des Vorstandes zuoberst nicht der Name Markus Böni. Er wurde durch den Namen Danny Lüthi ersetzt. Gewählt war der Neue noch nicht, dies geschah kurz darauf aber einstimmig. Nicht mehr dabei ist auch Markus Bönis langjähriger Weggefährte Ernst Götschi.

Mangels Nachfolger hat er sich aber bereit erklärt, die Finanzen bis längstens im Sommer weiterzuführen. Dann muss seine Nachfolge geregelt sein. Dies liegt nun in den Händen des neuen Vereinsvorsitzenden. Eine Lösung soll sich aber abzeichnen.

Mit den Rücktritten von Markus Böni und Ernst Götschi verlassen die zwei Letzten einer alten Garde das Schiff. Allen Unkenrufen zum Trotz hat es der FC Bazenheid in den vergangenen Jahren geschafft, den Generationenwechsel zu vollziehen. Mit wenigen Ausnahmen setzt sich der zukünftige Vorstand mit Personen zusammen, die 1981, bei der damaligen Wahl von Markus Böni, noch gar nicht auf der Welt waren.

Rückblick auf vier bewegte Jahrzehnte

Der Vorstand hatte sich einiges einfallen lassen, um die beiden Altgedienten würdig zu verabschieden. Beide erhielten unter anderem einen FCB-Liegestuhl, mit dem sie die Zukunft ruhiger angehen können. Sportchef Hans «Hasä» Stadler war es, der daraufhin als langjähriger Wegbegleiter die Ehrung des abtretenden Präsidenten übernahm. «Ich benötigte 1981 auf der Fahrt nach Wil fünf Minuten, um Markus das Amt schmackhaft zu machen.» Mit einer Standing Ovation würdigten die Anwesenden die Verdienste von Markus Böni und Ernst Götschi.

Mit Danny Lüthi übernimmt ein gebürtiger Bazenheider das Flaggschiff des Toggenburger Fussballs. Als jahrelanger Seniorenchef und OK-Präsident «Grümpeli» sowie der «Euronics Comedy Night» ist der 52-Jährige gut mit den Vereinsstrukturen vertraut. Zudem übernimmt er einen Verein, der hervorragend aufgestellt ist. Sportlich hat die erste Mannschaft im vergangenen Jahr die beste Saison der Vereinsgeschichte hingelegt und stieg mit 66 Punkten aus 22 Spielen in die 2. Liga Interregional auf. Dort sorgt sie nach harzigem Beginn weiterhin für Furore und belegt bei Halbzeit Platz 6.

Trotz rosiger Aussichten wartet einiges an Arbeit auf den neuen Präsidenten und seine Vorstandsmitglieder. Umbau Materialgebäude, Erneuerung Clubhaus, Vergrösserung des Seitenabstandes beim Hauptspielfeld (Verbandsvorgabe), Kunstrasen sowie die Verlängerung des Sport-verein-t-Labels sind nur einige Bereiche, in denen Nachholbedarf besteht. Ein spezielles Augenmerk gilt den Finanzen. Das Minus der letzten zwölf Monate sowie das neu budgetierte, können noch durch das Eigenkapital abgedeckt werden.

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