WIL

«Fair Wil» zieht ins «Büro Lokal»

Vor vier Wochen öffnete der Verein Fair Wil im «Büro Lokal» an der Glärnischstrasse 13 erstmals seine Pforten. Nun zogen die Verantwortlichen bei der offiziellen Eröffnung eine erste, positive Bilanz.
16.04.2018 | 05:17
Christof Lampart

Christof Lampart

redaktion@wilerzeitung.ch

Rund 20 Frauen und Männer, darunter auch etliche Freiwillige, fanden am Freitagabend den Weg in die hellen, freundlichen Räumlichkeiten des Co-Working Space «Büro Lokal», in dem der Verein Fair Wil seit vier Wochen zu Hause ist. Gegenüber dem früheren Standort an der Hubstrasse 21 seien die neuen Räumlichkeiten ein absolutes Upgrade – so äusserten sich alle, die man befragte. Zum Umzug kam es, weil die früheren Besitzer die Liegenschaft an der Hubstrasse verkauften und man dringend auf ein neues Schreiblokal angewiesen war. Da traf es sich gut, dass sich Jenny Schäpper mit ihrem «Büro Lokal» bei Fair Wil meldete und ihnen ein attraktives Angebot unterbreitete.

Fast alles an Schreibarbeit wird gemacht

Fair Wil ist ein integrativer Verein, der die interkulturelle Kommunikation fördert und Menschen verschiedenen Alters, Herkunft und sozialer Schicht Möglichkeiten zur gesellschaftlichen und politischen Beteiligung verschafft. Kernangebot des Vereins ist das Schreibbüro, das jeden Samstagvormittag geöffnet hat und bei dem Freiwillige aus Wil und Umgebung beim Ausfüllen von Formularen, Anträgen und sonstiger Korrespondenz sowie bei der Wohnung- und Stellensuche behilflich sind. Es wird praktisch alles gemacht, was man sich an Schreibarbeit vorstellen kann. Nur von juristischen Texten und dem Ausfüllen der Steuererklärung lassen die Freiwilligen die Finger davon. «Das sollen wirklich Profis machen, die da drauskommen», erklärte Co-Präsident Remigius Baerlocher.

Und wie kam der Umzug bei den Klienten an? Laut Co-Präsidentin Rahel Diethelm - sehr gut. «Schon am ersten Samstag standen vor der Eröffnung sechs Personen vor der Tür». Und auch generell sei die Nachfrage nach den Dienstleistungen in den letzten drei Jahren immer stärker geworden: «Durchschnittlich kommen wir nun schon auf zehn Beratungen an einem Samstag; das ist toll», freute sich Diethelm.

Generell läuft es bei Fair Wil mittlerweile super. Nachdem vor rund zwei Jahren das Kernteam überbelastet und die Präsenzzeit des, bzw. der Einzelnen ziemlich hoch war, kamen in der Zwischenzeit etliche freiwillige Helferinnen und Helfer hinzu. «Aktuell dürften wir rund 20 Freiwillige sein, was uns einen Rhythmus erlaubt, bei dem, im Normalfall, jeder einmal monatlich eingesetzt wird. Das ist auch für die Motivation und den Zusammenhalt im Team ideal», weiss Remigius Baerlocher.

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