WIL

Der Stadtsaal voller Narren

«Sei kein Narr, sei du selbst und bleib dir treu»: Beinahe ist man geneigt zu sagen, dass die 270 Gäste beim 29. Hofnarrenball im Wiler Stadtsaal nach diesem Motto leben. Die Lebensfreude war allen anzusehen.
12.02.2018 | 05:18
Roland P. Poschung

 

An keinem Verschönerungselement wurde gespart, schlicht, originell bis kunterbunt waren die Kostüme, Masken und das jeweilig passende Accessoire. Die Teilnehmenden waren sich einig: «Dieser Hofnarrenball gehört zu den besten Events der Fastnacht-Gesellschaft Wil. Alle waren gespannt auf den neuen Hofnarren». Der Auftakt begann mit dem Einzug vom Prinzenpaar Jeannette (Huber) und Adrian (Bösch) und den traditionellen Einlagen, dabei führten FGW-Präsident Oliver Baumgartner und Ballchef Guido Kohler diskret Regie.

Unter Conférencier Roberto Martinez, der sich als witziger Inder in Szene setzte und die Schweiz zu einem «namentlichen Paradies» ummünzte («Inderlaken», «Inderdiscount») wurde auf den Höhepunkt mit Galadinner, Reden, Musik von der Band «Premium Style», Tanz und Comedy von Peter Löhmann, ein Comedian, Entertainer und Zauberkünstler hingewirkt. Hofnarr 2017, Andreas Zehnder, hielt seinen Rückblick mit Power Point- und Filmsequenzen sowie einem Gespräch mit Christof Blocher, alias Patric Schäfler. Gaby Flammer als Pöstlerin übernahm die Laudatio für den neuen Hofnarr. Schnell wurde klar, es konnte nur der «Kulturschaffer» Walter Dönni, Präsident von der Bühne70 und von Wil Tourismus, sein: «Es ist für mich eine grosse Ehre. Ich bin hellbegeistert und dankbar.» Schmerzhaft für ihn war einzig, dass diese Ehrung seine Mutter selig nicht mehr erleben durfte.

«Der Hofnarrenball 2018 bot eine gute Unterhaltungsqualität und eine Plattform zum Netzwerken», so Stefan Frick, Präsident Gewerbeverein Wil. Fastnachtfan Esther Scherrer würdigte die enorme Entwicklung: «Heute kommen alle stilvoll verkleidet und es herrscht eine super Stimmung.» Vivien Plüss (19), Ariane Stillhard (17) und Felicitas Zehnder (18) als jüngste Gäste wünschten sich mehr junge Teilnehmende mit schönen Muskeln: «Vielleicht könnte man mehr Werbung für die Jungen machen.» Diese Veranstaltung hat Zukunft – auf zur 30. Auflage!

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