REGION

74 Prozent sagen Ja zur Fusion

Der erste Teil der Fusion zwischen den Raiffeisenbanken von Münchwilen-Tobel und Wängi-Matzingen ist erfolgreich geglückt. Allerdings fand die Abstimmung geheim statt und fiel knapp aus.
16.04.2018 | 05:17

Alles andere als reibungslos ging an der Generalversammlung der Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel der Erste von zwei Akten zur Fusion mit der Raiffeisenbank Wängi-Matzingen zur angepeilten neuen Raiffeisenbank Münchwilen-Wängi vonstatten. Ja, es war sogar eine ziemlich zähe Sache. Zuerst äusserten in der Dreifachsporthalle Waldegg in Münchwilen einige Redner Kritik am geplanten Zusammengehen der Banken. Befürchtungen, dass die Selbstständigkeit der Filialen-Standorte abnehmen würde, der Kunde immer mehr dem Profitdenken geopfert und im Zuge von weiteren Effizienzsteigerungen auch Angestellte entlassen werden könnten, wurden geäussert. Verwaltungsratspräsident Stefan Blatter betonte, dass man nach wie vor eine Kleinbank sein werde, bei dem die Kunden Könige seien und bei der alle Angestellten weiterbeschäftigt würden. Es sei gerade die Verantwortung der beiden Banken als Unternehmerinnen, welche zur Fusion führten. Denn die regulatorischen Anforderungen seien in den letzten Jahren enorm gestiegen. Als Beispiel dafür nannte Blatter die von der Finanzmarktaufsicht gestellte Forderung, wonach die Tätigkeiten an der Front und im Back-Office klar getrennt sein müssen. «Das ist eine Vorschrift, die wir einhalten müssen», so Blatter an die Adresse eines Fragenden. Darüber hinaus schaffe der Zusammenschluss aber auch «zusätzliche geschaffene Beraterkapazität», welche als Basis «für ein weiteres gesundes Wachstum» herhalten solle.

Geheime Abstimmung knapp durchgesetzt

Dennoch ging die Abstimmung nicht per erhobenem Stimmzettel vonstatten, hatte doch ein selbst nicht Anwesender den Antrag gestellt, geheim abstimmen zu lassen. Mit 80 Stimmen wurde das nötige das Zehn-Prozent-Quorum – bei 738 Stimmen betrug dieses 74 – knapp übertroffen. Schliesslich wurde es relativ knapp, war doch für ein Ja zur Fusion eine Zweidrittelmehrheit von 473 Stimmen notwendig. Tatsächlich sagten 529 von 711 gültigen Stimmen (74,4 Prozent) Ja zur Fusion. Durch ist diese aber noch nicht, stimmt doch die Raiffeisenbank Wängi -Matzingen erst am kommenden Freitag an ihrer Generalversammlung über die Fusion ab.

Christof Lampart

redaktion@wilerzeitung.ch

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