GAMS

Sturmschaden als grosse Herausforderung

Weil einige Waldstrassen von Bäumen und Wurzelballen versperrt sind, können einige Bewohner von Ferienhäusern am Gamserberg seit Mittwoch nicht mehr von dort weg, zumindest nicht mit dem Auto. Der Verband Wald Schweiz warnt derweil vor Waldspaziergängen.
05.01.2018 | 17:55
Corinne Hanselmann
Über zu wenig Arbeit werden sich die fünf Forstwarte, einer davon Lernender, der Ortsgemeinde Gams wie auch der Revierförster Martin Lieberherr in den kommenden Monaten nicht beklagen können. Im Gegenteil: Sie stehen vor einer grossen Herausforderung. Rund 2500 Kubikmeter Holz hat der Sturm «Burglind» am Mittwoch umgerissen. Das ist fast so viel, wie die Ortsgemeinde Gams normalerweise in einem ganzen Jahr verarbeitet. Stellenweise sind Lichtungen entstanden, wo vor drei Tagen noch dichter Wald stand. Die Zeit drängt, das Sturmholz sollte bis im Frühling aus dem Wald geräumt sein.

Revierförster Martin Lieberherr verschafft sich im Wald einen Überblick über den entstandenen Schaden.
Revierförster Martin Lieberherr verschafft sich im Wald einen Überblick über den entstandenen Schaden. (Corinne Hanselmann)

 

Zufahrt zu Ferienhäusern versperrt

Erste Priorität hat nun aber die Räumung einiger Waldstrassen am Gamserberg. Die Zufahrt zu einigen Ferienhäusern – in denen noch Gäste weilen – ist nämlich seit Mittwoch versperrt, sagt der Revierförster. Danach werde man nach und nach anfangen, das Holz aus den teils sehr schlecht zugänglichen Waldstücken an die Strassen zu räumen, um es von dort abtransportieren zu können.

Ein Faktor, der den Waldarbeitern dabei einen dicken Strich durch die Rechnung machen könnte, ist das Wetter. Am schlimmsten wäre es, wenn es jetzt zünftig schneit und dann lange kalt und der Schnee liegen bleibt, so Lieberherr.

Lagebesprechung im Wald. Auf die Forstwarte wartet in nächster Zeit enorm viel Arbeit.
Lagebesprechung im Wald. Auf die Forstwarte wartet in nächster Zeit enorm viel Arbeit.

 

Warnung vor Waldspaziergängen

In einer Medienmitteilung warnt Wald Schweiz, der Verband der Waldeigentümer, vor Waldspaziergängen in den kommenden Wochen. Viele Bäume, Kronenteile und Äste seien angerissen und beschädigt, ohne dass man es ihnen ansieht. Schwere Äste hängen noch in den Kronen und können bei Erschütterungen oder Luftbewegungen ohne Vorwarnung zu Boden donnern und Menschen erschlagen. Somit sind Waldspaziergänge in den nächsten Wochen mit erhöhtem Risiko verbunden und wenn möglich zu unterlassen, schreibt Wald Schweiz weiter.
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