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Freundschaft in der Musik bewährt

Die fünf Musiker des Kollektivs «Freundschaftsspiel» standen am Freitag erst zum zweiten Mal gemeinsam auf der Bühne. Dies war ein schönes Geschenk für das Fabriggli, das gleichzeitig seinen 38. Geburtstag feierte.
12.02.2018 | 05:18
Julia Kaufmann

Julia Kaufmann

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Seit vielen Jahren sind sie befreundet und gleichermassen von der Musik begeistert. Die Zeit war für die beiden Musikerpaare Sonja Zünd und Martin Hagmann sowie Jris und Marc Pauli gekommen, nicht immer nur nacheinander die selbe Bühne zu betreten. Für ein Gemeinschaftsprojekt und mit Unterstützung von Christian Zünd tun sie es nun zusammen. Erst zum zweiten Mal präsentierten sie am Freitag unter dem Namen Kollektiv «Freundschaftsspiel» ein facettenreiches Programm, das gänzlich im Zeichen der Freundschaft stand.

Aufgetreten sind sie im Rahmen des Bühnenformats «Dahei» im Fabriggli, das überdies seinen 38. Geburtstag feiern konnte. Zu diesem freudigen Anlass sei es umso schöner gewesen, so viele Besucher zu einem, im Zeichen der Freundschaft stehenden, Anlass begrüssen zu können. Das sagte Flavio Strässle, einer der Programmverantwortlichen des Fabriggli, stolz.
 

Das Fabriggli selbst ist «Dahei»

«Wir kennen uns schon lange und haben uns privat schon immer oft getroffen, da unsere Kinder im selben Alter sind. Dass wir nach all den Jahren, in denen wir bereits musikalisch unterwegs sind, nun endlich Nägel mit Köpfen gemacht haben, hatte keinen besonderen Auslöser», sagte Sonja Zünd. Sie hätten schlichtweg eines Tages im Altstätter Diogenes Theater angerufen und ein Auftrittsdatum vereinbart. «Ein Dreiviertel-Jahr hatten wir dann noch Zeit, um das Programm auf die Beine zu stellen. Die Proben waren sehr harmonisch, und wir fanden uns sogleich auf derselben Wellenlänge wieder. Es bewährt sich eben, wenn man schon lange befreundet ist», fügte Jris Pauli an.

Auf den Auftritt im Fabriggli hätten sie sich überdies sehr gefreut. Obwohl die Musikerpaare aus dem Rheintal stammen, haben sie einen engen Bezug zum Werdenberg: «Martin ist in Sevelen aufgewachsen und meine Oma kommt aus Grabs», erklärt Jris Pauli. Doch viel mehr noch ist für die leidenschaftlichen Musiker das Fabriggli selbst zu einem «Dahei» geworden, da sie bereits des Öfteren in diesem Kleintheater aufgetreten sind und stets herzlich Willkommen geheissen wurden.
 

Freundschaft lässt Grosses entstehen

In einem zweiteiligen Set zeigten die fünf leidenschaftlichen Musiker ihr Können. Die Liederauswahl war abwechslungsreich und sehr kurzweilig. Unterschiedliche Genres wurden abgedeckt und neben Deutsch auch in Englisch gesungen. Ausserdem präsentierten sie das ein oder andere selbst geschriebene Stück.

Es herrschte eine grosse Vielfalt an Liedern, die aber allesamt eine Verbindung zum Thema Freundschaft vorwiesen. Damit zeichnete sich ein roter Faden durch den gesamten Abend ab, der mit originellen Überleitungen zwischen den Liedern verstärkt wurde. Auch auf der Bühne selbst war «Freundschaft» auszumachen: Die fünf Rheintaler harmonierten grossartig zusammen und hatten sichtlich Spass an ihrem Auftritt. Und mit ihrer sympathischen Art erreichten sie von Beginn an eine enorme Bühnenpräsenz, welche bei den vielen Zuhörern Eindruck erweckte.

Das Kollektiv selbst beschrieb ihren Auftritt als «Kontrastprogramm zur Fasnacht mit vielen ruhigen und nachdenklich stimmenden Stücken», so Sonja Zünd. Ihr Ziel war es, den freundschaftlichen Rahmen auf das Publikum übertragen zu können, was dem «Freundschaftsspiel» auch gelungen ist.

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