WATTWIL/WIL

Patienten liegen immer kürzer im Spital

Innert sechs Jahren ist die durchschnittliche Dauer eines stationären Aufenthalts in den Spitälern Wattwil und Wil um 1,4 Tage gesunken. Auch die Anzahl der Aufenthalte geht zurück.
12.01.2018 | 05:18
Ruben Schönenberger

Wer aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit in Wil oder Wattwil den Spital für einen stationären Aufenthalt aufsuchen muss, kommt als einer von 7539 Patientinnen und Patienten in eines der 137 Betten zu liegen, begegnet einem Teil der 800 Mitarbeitenden und bleibt im Schnitt 5,2 Tage. Dies geht aus den aktuellsten Zahlen – sie stammen aus dem Jahr 2016, neuere Zahlen sind nicht verfügbar – des Kantons St.Gallen zu den einzelnen Spitälern beziehungsweise Spitalregionen hervor. Die Standorte Wil und Wattwil bilden zusammen die Spitalregion Fürstenland Toggenburg (SRFT) und werden deshalb gemeinsam erfasst.

Die Zahlen zeigen auch, wie sich die erwähnten Bereiche entwickelt haben. So ist die Anzahl stationärer Spitalaufenthalte rückläufig. Die insgesamt 7539 Aufenthalte im 2016 sind mit Ausnahme des Jahres 2012 der tiefste Wert seit 2010. Länger zurück reichen die Zahlen des Kantons nicht. Gemäss Barbara Anderegg, Leiterin Kommunikation SRFT, geht der Trend grundsätzlich zu mehr ambulanten Behandlungen.

Aufenthaltsdauer geht deutlich zurück

Noch offensichtlicher ist jedoch der Rückgang der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer. Während diese 2010 noch 6,6 Tage betrug, sind es 2016 nur noch 5,2 Tage. Diese Verkürzung hat gemäss Anderegg vor allem zwei Gründe: «Zum einen ermöglicht der technische Fortschritt eine schonendere Behandlung, was die Erholungszeit des Patienten oder der Patientin verkürzt. Zum anderen konnten wir natürlich auch die Prozesse verbessern.» So führe beispielsweise eine raschere Diagnosestellung auf der Notfallstation zu einem kürzeren Aufenthalt.

Ebenfalls leicht rückgängig ist die Anzahl der Mitarbeitenden, allerdings nur im Vorjahresvergleich. In Vollzeitstellen umgerechnet wurden 2016 knapp 630 Personen bei der SRFT beschäftigt. Im Jahr zuvor waren es noch knapp 634 Personen. Zuvor stellte die SRFT aber Jahr für Jahr einige Mitarbeitende mehr ein. 2010 waren es noch 556 Vollzeitstellen.

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