KANTON THURGAU

Schuljahresbeginn im Thurgau mit neuem Lehrplan

Mit dem neuen Schuljahr tritt auch im Kanton Thurgau der neue Lehrplan in Kraft. Die kantonalen Einführungsarbeiten sind grundsätzlich abgeschlossen. Nun erfolgt die Umsetzung in den Schulgemeinden.
08.08.2017 | 15:23
Für die Umsetzung ist ein Zeitraum von vier Jahren vorgesehen, wie das Amt für Volksschulen und der Verband Thurgauer Schulgemeinden am Dienstag mitteilten. Der Kanton definiert Umsetzungsziele in den Bereichen Basiswissen zum Lehrplan, Lern− und Unterrichtsverständnis, Fachbereichs− und Modullehrpläne, Kompetenzorientierter Unterricht, Aufgabenkultur und Beurteilung.

In den Debatten um die Zukunft von Frühfranzösisch im Thurgau kündigte der Regierungsrat verschiedene Optimierungsmassnahmen an. Gemeinsam mit Bildung Thurgau, dem Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter sowie dem Verband der Schulgemeinden plant das Amt für Volksschule derzeit konkrete Massnahmen.

Zum einen steht die Möglichkeit einer erleichterten Dispensation für Französisch im Raum. Dabei müsse sichergestellt werden, dass keinem Kind Bildungschancen verbaut werden, heisst es. Weiter geht es um die verbindliche Einführung von Halbklassenunterricht und die Beschaffung eines neuen und besseren Französisch-Lehrmittels auf der Primarstufe.

Schliesslich soll eine neue Bestimmung festlegen, dass Französisch nicht mehr in die Bewertung beim Übertritt in die Sekundarstufe miteinfliesst.

Zum Schuljahresbeginn erwarten die Volksschulen im Kanton Thurgau 29'300 Schülerinnen und Schüler, vom Kindergarten bis zur Sekundarschule. Das ist ein Anstieg von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (sda)
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