Pilze unter der Lupe

  • Eine vielfältige Anzahl Pilze diente zu Studienzwecken.
    Eine vielfältige Anzahl Pilze diente zu Studienzwecken. (Bild: PD)
11.09.2017 | 05:17

THURGAU ⋅ Heuer fand der jährliche Schweizerische Pilzbestimmungstag im Thurgau statt. Rund 250 Pilzarten wurden nach Gattungs- und Artennamen bestimmt.

Unter dem Patronat des VSVP (Verband schweizerischer Vereine für Pilzkunde), dem 84 Pilzvereine aller Landesteile angeschlossen sind, wurde die Schweizerische Pilzbestimmertagung durchgeführt. Der Verein für Pilzkunde Thurgau war mit der diesjährigen Organisation ­betraut. Dank dem Einsatz der ­Vereinsmitglieder und dank Sponsoren wurde die Tagung für die angereisten Pilzbestimmer zu einem Erlebnis. Das BBZ Arenenberg war für den Anlass ein optimaler Standort.

Im Vorfeld suchten Vereinsmitglieder in verschiedenen Regionen des Thurgaus Pilze. Für eine spätere Bestimmung mussten die Fruchtkörper in tadellosem Zustand und in möglichst verschiedenen Wachstumsstadien vorliegen. Eine nicht ganz einfache Aufgabe, da vor der Tagung eine längere Trockenperiode das Pilzwachstum in den Wäldern verhinderte. Dennoch kam eine grosse Artenvielfalt in bester Qualität zusammen, so dass ausreichend Studienmaterial vorhanden war.

Nach der Begrüssung ging es an die Arbeit. An sieben Arbeitsplätzen wurden unter fachkundiger Anleitung von Mitgliedern der wissenschaftlichen Kommission insgesamt rund 250 Pilzarten nach Gattungs- und Artennamen bestimmt. Hilfsmittel waren nebst Augen, Händen, Nase und Mund auch eine grosse Bandbreite an Fachliteratur sowie der Einsatz von Mikroskopen und Chemie. Eine Arbeitsgruppe bestand aus angehenden Pilzkontrolleuren, die demnächst die Prüfung zum amtlichen Pilzkontrolleur in Landquart absolvieren möchte. Unter Anleitung eines Prüfungsexperten wurden die Abläufe und Lernziele mit den angehenden Prüflingen besprochen und die Pilzkenntnisse vertieft. Sie lernten die Merkmale vieler Speise- und Giftpilze kennen und übten diese. An beiden Tagen Anfang September fand jeweils am Schluss eine ausführliche Fundbesprechung über die bestimmten Pilzarten statt. So erfuhren alle interessante mykologische Details zu den Pilzen. Viele sahen den giftigen Ölbaumpilz zum ersten Mal. Die Verbandstoxikologin und Mitarbeiterin im toxikologischen Zentrum in Zürich machte die Pilzkontrolleure auf mögliche Probleme beim Pilzkonsum aufmerksam und bat diese, die Informationen an die Kunden weiterzuleiten. (pd)

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