Pfadfinder bei den Pfahlbauern

  • Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder bei der finalen Zusammenkunft des kantonalen Treffens.
    Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder bei der finalen Zusammenkunft des kantonalen Treffens. (Bild: PD)
05.09.2017 | 06:48

KANTON THURGAU ⋅ Das kantonale Pfaditreffen Thurgau vom Wochenende stand unter dem Motto «Pfahlbauer im Grössenwahn». Hunderte Pfadfinder trafen im Seebachtal zu Wettkämpfen zusammen.

Judith Meyer

Am vergangenen Wochenende fand das KaTre, das kantonale Pfaditreffen Thurgau, rund um den Hüttwilersee statt. Mit selbst erstellten Pfahlbauten über ein grösseres Gelände verteilt, trainierten kleine und grosse Pfadfinder wichtige Fertigkeiten. Unter dem Motto «Pfahlbauer im Grössenwahn» startete das zweitägige Treffen am Samstagmorgen. Organisiert wurde es von den Pfadiabteilungen Libelle Steckborn, Turmfalke & Rhy Diessenhofen und Seebachtal.

Wissen und Können aus dem Pfadi-Alltag gefragt

Das Wochenende des KaTre 2017 am Hüttwilersee wurde monatelang vorbereitet. Unter dem Motto «Pfahlbauer im Grössenwahn» beamten sich die Pfadfinder ins Jahr 4000 vor Christus in die Pfahlbauerzeit. Die fiktive Familie Speeracker hatte so viel gearbeitet, dass sie nun im Überfluss lebte. Sie suchten noch Nachbarn. Wer sich dafür qualifizieren wollte, musste sich zuerst in verschiedenen Wettkämpfen beweisen. Bei diesen war traditionelles Wissen und Können aus dem Pfadi-Alltag gefragt. Teamweise mussten sich die Anwärter auf die neue Sippschaft von der Biberstufe, über die Wölfli, die Pfadis bis zu den Pios an verschiedenen Posten die Herausforderungen meistern und dabei Punkte sammeln.

An beiden Tagen trafen zur Unterstützung der Teams zahlreiche Besucherinnen und Besucher ein und fieberten mit. Über Mittag legten aber auch die eifrigsten Pfadfinder die Arbeit kurz nieder und gönnten sich einen Lunch mitten in der Natur beim knisternden Feuer. «Am Abend war hier im Lagerdorf eine wunderbare Stimmung mit flackernden Finnenkerzen und Gitarrenmusik», berichtet Adrian Rieder, Präsident des Elternkomitees der Pfadi Libelle Steckborn. Ebenfalls beeindruckend war die eigens erstellte Hängebrücke, bei der die Teams alles über Verletzungen und deren Versorgung mit fingierten, aber grausig anschaulichen Beispielen, lernten. «Der Aufwand hat sich absolut gelohnt, und das Wetter spielt nun auch mit», erzählte Janine Hagen vulgo «Nala» von der Abteilung Leiter Pfadi Seebachtal. Es waren insgesamt 170 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Am Sonntag kämpften rund 700 Pfadfinder um die Sippschaft.

Judith Meyer

thurgau@thurgauerzeitung.ch

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