BILANZ

Olma-Auftritt bleibt unter Budget

Der Thurgau hat an der Olma weniger Geld ausgegeben als erwartet. Die budgetierten 1,5 Millionen wurden um mehr als 200 000 Franken unterschritten. Die Verantwortlichen hoffen auf Aufwind für den Tourismus.
14.04.2018 | 08:03
Silvan Meile

Silvan Meile

silvan.meile@thurgauerzeitung.ch

Der Thurgau hat eine sportliche Regierung. «Doch auch die sanften Hügel des Thurgaus können ganz schön in die Beine gehen», sagte Sportministerin Monika Knill. Nicht weniger als 180'000 Menschen nahm sie an der letzten Olma mit auf eine Velotour quer durch den Kanton. Virtuell konnten die Besucher der Thurgauer Sonderausstellung mit der Regierungsrätin den Kanton erkunden und zusehen, wie Knill von Horn bis nach Fischingen in die Pedalen trat. Die Velotour der Regierungsrätin war einer der Höhepunkte der Thurgauer Vorstellung als Gastkanton an der Olma.

«Wir konnten Tausenden von Besuchern ein paar glückliche Stunden bescheren», sagt Werner Dickenmann. Der OK-Chef des Thurgauer Olma-Gastspiels hatte gestern bei der Präsentation des Schlussberichtes seinen letzten Auftritt in dieser Funktion. Und Dickenmann wusste nur Positives zu berichten. Das Budget von 1,5 Millionen wurde deutlich unterschritten. 217'000 Franken blieben unangetastet und fliessen zurück in den Lotteriefonds. Das sei dank vieler freiwilliger Helfer und des haushälterischen Umgangs mit den Finanzen möglich geworden.

Der zuständige Regierungsrat Walter Schönholzer sah einen «stolzen und selbstbewussten Auftritt» der Thurgauer an der Olma. Unvergessen bleibe die Fahrt mit dem Sonderzug an den Umzug. Der erfreuliche Abschluss der elftägigen Messepräsenz sei insbesondere auf das grosse Engagement der zahlreichen Helfer aus dem Kreis der Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung zurückzuführen. «Sie sorgten dafür, dass die personellen Kosten tiefgehalten werden konnten.»

Dickenmann sprach von einer eindrücklichen Teamleistung. Ausserdem habe sich das Motto «De Leu isch los» als Volltreffer erwiesen. «Uns ist es sichtbar gelungen, den ganzen Kanton in den Gastauftritt einzubinden.» Es sei aber auch Mist produziert worden: «110 Tonnen in der Tierhalle sieben», scherzte Dickenmann. Der Kanton Thurgau bestritt 2017 bereits seinen fünften Gastauftritt seit 1950 an der Olma. «Er begeisterte und erfüllt uns im Nachhinein mit Stolz.»

Regierungsrat Schönholzer ist sich sicher, dass der Olma-Auftritt auch dem Thurgauer Tourismus Aufwind verleihen wird. 55'000 sogenannte Thurgauer Pässe wurden an der Sonderausstellung abgegeben. Ihnen angeheftet sind verschiedene Gutscheine für Tourismusangebote im Thurgau. Schönholzer überreichte auch der damaligen Bundespräsidentin Doris Leuthard persönlich einen Thurgauer Pass. Die Auswertung über den Rücklauf der Gutscheine werde nach Jahresfrist von Thurgau Tourismus vorgenommen, sagte Dickenmann.

Nun nimmt der Thurgau den Schwung des Olma-Auftritts mit und präsentiert sich 2019 am Fête des Vignerons in Vevey dem welschen Publikum.

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