Nach dem Sturm kommt der Borkenkäfer

  • Nicht nur freistehende Bäume, hier in der Badi Eschenz, sondern auch der Wald wurden beim Gewittersturm in der Nacht vom 1. auf den 2. August in Mitleidenschaft gezogen.
    Nicht nur freistehende Bäume, hier in der Badi Eschenz, sondern auch der Wald wurden beim Gewittersturm in der Nacht vom 1. auf den 2. August in Mitleidenschaft gezogen. (Andrea Stalder)
10.08.2017 | 08:41

THURGAU ⋅ Der Gewittersturm in der Nacht vom 1. auf den 2. August war mit 15'000 Kubikmeter Schadholz das schwerste Sturmereignis seit Lothar. Nun fürchtet das Thurgauer Forstamt die Ausbreitung des Borkenkäfers, der beste Bedingungen vorfindet.

Die Schäden nach dem Gewittersturm in der Nacht vom 1. auf den 2. August sind noch eindrücklich in Erinnerung. Insbesondere im Nordwesten des Kantons Thurgau kam es zu Verwüstungen. Nicht nur freistehende Bäume, auch der Wald war stark betroffen, schreibt das kantonale Forstamt nun in einer Mitteilung. Allmählich könne die Schadholzmenge beziffert werden: Rund 15'000 Kubikmeter Holz stürzten im Sturm um. Damit sei dies im Thurgau das grösste Sturmereignis seit Lothar im Jahr 1999.

Nun befürchtet das Forstamt noch grössere Schäden, da der Sturm zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt gekommen sei. Aufgrund des heissen Junis seien die Bedingungen für die Entwicklung des Borkenkäfers nämlich ohnehin optimal gewesen. Die Borkenkäfer-Situation habe deshalb bereits seit Wochen als kritisch gegolten und bereits hätten etliche vom Schädling befallene Bäume gefällt werden müssen. Aufgrund der Sturmschäden würden die Käfer nun noch bessere Bedingungen vorfinden, die umgestürzten und beschädigten Fichten seien ideale Brutstätten. Forstdienst und Waldeigentümer seien gefordert, diese Entwicklung möglichst zu begrenzen. (sk/jw)
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