Kaktus der "Schweizer Illustrierten" für Walter Schönholzer

  • Regierungsrat Walter Schönholzer an der Pressekonferenz der Taskforce Pferdehalter K..
    Regierungsrat Walter Schönholzer an der Pressekonferenz der Taskforce Pferdehalter K.. (Keystone)
11.08.2017 | 11:20

WEGEN TIERQUÄLER-SKANDAL ⋅ Die Behörde unter Führung von Regierungsrat Walter Schönholzer habe zu spät eingegriffen im Fall des Tierquäler-Skandals auf dem Hof in Hefenhofen. Die Schweizer Illustrierte schickt deshalb dem Thurgauer Regierungsrat einen Kaktus zu.

Der Kaktus solle ihn dazu anstacheln, in Zukunft das Recht des Tiers ebenso hoch zu gewichten wie jenes der Menschen, schreibt die verantwortliche Redaktion der "Schweizer Illustrierten" in ihrer wöchentlichen Rubrik. In der Rubrik werden jeweils eine Rose - für positive Verdienste - und ein Kaktus - für negative Schlagzeilen - an zwei Personen in der Schweiz geschickt.

Die Bilder der geschundenen Tiere auf dem Hof in Hefenhofen hätten die Schweiz schockiert. "Doch wie konnte es so weit kommen?" Das fragt sich die Redaktion der "Schweizer Illustrierten". Klar sei: Die Behörde unter Führung von Regierungsrat Walter Schönholzer habe zu spät eingegriffen.

In der ganzen Umgebung sei bekannt gewesen, dass der Pferdezüchter seine Tiere nicht tiergerecht halte. Doch statt die Kontrollen zu intensivieren, habe der Kanton seine Besuche aus Sicherheitsgründen jeweils angekündigt. (red.)
Kommentare
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geschrieben am 11.08.2017 17:41 | von Peter Lieberherr

Möglicherweise oder gar wahrscheinlich haben die Behörden Fehler gemacht. Aber wenn man schon Kaktusse verteilt, müsste man vielleicht auch einmal die Rolle und das Verhalten der Justiz untersuchen, die in diesem Falle (und auch in anderen Fällen) keine gute Figur macht. Immer mehr gehen wir - zulasten der Demokratie - in Richtung eines Juristenstaates. Und das kommt nicht gut.

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geschrieben am 12.08.2017 08:20 | von christine weiss

Diese Kritik verstehe ich jetzt nicht: Die Justiz hat diesen Pferde-/Viehhändler mehrfach wegen Tierquälerei (und anderen Delikten) verurteilt - bis hin zum Bundesgericht. Die Strafen wurden auch vollzogen. "Nur" das absolute Tierhalteverbot wurde aufgehoben. Da konnte das Bundesgericht aber gra nicht anders, weil dem Anwalt des Tierhalters die Akteneinsicht verweigert worden war. Das ist eine Verweigerung des rechtlichen Gehörs, das ist schlicht nicht zulässig. Auch wenn man den Beweggrund des Kantonstierarztes sehr gut verstehen kann, der durch diese "Umgehung" des Anwalts endlich das Tierhalteverbot durchsetzen wollte. Gerade in einer Demokratie muss das Recht für alle gelten - und nicht nach Wunsch und Laune angewendet werden dürfen.

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