Brigitte Häberli tritt wieder an

  • Die Thurgauer CVP-Ständerätin Brigitte Häberli will nochmals eine Legislatur in Bern anhängen.
    Die Thurgauer CVP-Ständerätin Brigitte Häberli will nochmals eine Legislatur in Bern anhängen. (Urs Bucher)
10.09.2017 | 17:44

POLITIK ⋅ Die nächsten Ständeratswahlen finden zwar erst 2019 statt. Doch die Thurgauer CVP-Standesvertreterin Brigitte Häberli weiss schon, dass sie eine Wiederwahl anstrebt.

Brigitte Häberli wird in zwei Jahren wieder als Ständerätin an­treten. Dies bekräftigte sie am Samstagmorgen vor rund 140 Gästen an ihrem «Wahlteam-Brunch» in Balterswil: «Ich habe viel Freude an dieser Aufgabe und will mich weiterhin für den Thurgau in Bern einsetzen», sagte sie im Schulzentrum Lützelmurg. Das Engagement für den Thurgau betraf in jüngerer Zeit neben Strasse und Schiene auch das Verteidigungsdepartement. Die Zustimmung zur Rüstungsbotschaft wird unter anderem millionenschwere Investitionen für das neue Armee-Rechenzentrum auf der Grossen Allmend in Frauenfeld auslösen und betrifft auch den Auftrag für die Überholung der Armeefahrzeuge in der Kreuzlinger Mowag. «Da haben alle Thurgauer Parlamentarier zusammengehalten», lobte Brigitte Häberli. Auch Verena Herzog bestätigte, dass das Verhältnis unter den Thurgauer Vertretern im Bundeshaus sehr gut sei: «In Fragen, die den Thurgau betreffen, sind wir uns einig», sagte die SVP-Nationalrätin, die auch am Brunch teilnahm. 

Zur Sprache kam auch die ­bevorstehende Bundesratswahl. Am Vorabend dieser Wahl sei das Bundeshaus nicht im «Ausnahme-Modus», doch die Spannung nehme stündlich zu. Bei ­geheimen Wahlen spiele der «Fraktionszwang» eine weniger wichtige Rolle, sagte Brigitte ­Häberli: «Da kann man Überraschungen nicht ausschliessen.» Bei der Nachfolge von Bundesrätin Doris Leuthard oder in der Frage nach einem Ständeratspräsidium winkte die Thurgauer CVP-Ständerätin aber ab: «Beides ist eher unwahrscheinlich.» Zumal eine Nomination fürs Ständeratspräsidium mit der Amtsdauer im Ständerat zusammenhänge. «Da stehe ich nicht im Vordergrund.»

Leise Kritik am Krisenstab

Der Fall Hefenhofen habe in Bundesbern einige Irritationen ausgelöst. Am Rande von Kommissionssitzungen habe sie versucht, aufkeimende Häme zu dämpfen. Immerhin konnten sich Brigitte Häberli und auch Verena Herzog einen sanften Seitenhieb an die Adresse des Kantons nicht verkneifen: «Die Kommunikation war mässig, wir wussten von offizieller Stelle nichts über die Sache und mussten uns auf die Berichte in den Medien stützen.»

Der munteren Runde hatte den Vormittag mit Gipfeli, Brötli, Hinterthurgauer Fleischplättli und Spiegeleiern mit Rösti genossen. Paul Rutishauser, Präsident der CVP, und Fraktionschef Ueli Müller erwiesen dem Wahlteam ebenso die Reverenz wie viele ehemalige und amtierende Verantwortliche in Kanton und Gemeinden. 

Die Romanshorner Bauchrednerin Karin Ettlinger mit ihrem «Chico» hatte die Lacher auf ihrer Seite, und der Kurzfilm «Brigitte in 240 Sekunden» bescherte einen bunten Bilderbogen. Im Hintergrund sorgten mehr als 30 Helfer dafür, dass die Brötchen knusprig und die von Hühnern aus der Region stammenden Spiegeleier schmackhaft blieben. Alle gingen gestärkt nach Hause. Der Wahlteam-Leiter Richard Peter und seine Gattin Trudi waren zufrieden. (red)
Kommentare
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geschrieben am 13.09.2017 21:30 | von Stavros Vlachos

Sehr geehrte Frau Ständerätin Häberli.
Mut haben Sie ,aber ob das genügt glaube ich nicht!
Ich habe alle Berichte von den Ständerätinnen und den Ständeräten gelesen in Sachen:ABSTIMMUNGS-RESULTATE ÖFFENTLICH ZUGÄNGLICH MACHEN! Jede Person kann die Protokolle im Internet abrufen!! Und siehe da: die Frau Brigitte Häberli will sich wieder 2019 zur Verfügung stellen aber sie will NICHT,dass man ihre Abstimmungsresultate sehen kann. Wie feige doch Frau Häberli! Aber sie sind nicht alleine: die Stimmbürger werden staunen,wenn sie diese Berichte im Internet aufrufen und durchlesen! Viele Räte lassen sich nicht in die Karte schauen und genau diese Räte sollte man NICHT mehr wählen. Frau Häberli die Zeit holt einem immer wieder ein;sie haben zu früh,VIEL ZU FRÜH spekuliert!!
Wir Bürger sind noch nicht "Birnenweich".

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geschrieben am 15.09.2017 13:56 | von christine weiss

Die Thurgauer Ständeräte waren sich da einig...was ja aber nicht wirklich erstaunt.

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