Überreste aus der Klosterzeit geborgen

  • Diese Schätze wurden aus dem Nussbaumersee geholt.
    Diese Schätze wurden aus dem Nussbaumersee geholt. (pd)
17.03.2017 | 13:25

THURGAU ⋅ Forscher haben die Pfahlbauersiedlung im Nussbaumersee untersucht und überraschende Fundstücke an die Wasseroberfläche gebracht. Neben jungsteinzeitlichen Fundstücken entdeckten die Archäologen auch Gegenstände aus den klösterlichen Anfängen der Kartause Ittingen.

Seit knapp drei Wochen sind im Nussbaumersee taucharchäologische Untersuchungen im Gange. Sie dienen unter anderem dazu, den Zustand der Pfahlbau-Fundstellen ums Inseli zu überprüfen. Die gut erhaltenen Siedlungen des Nussbaumersees sind seit 2011 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen.

Die Taucher fanden Teile von jungsteinzeitlichen Gefässen, Geräten und Produktionsabfällen aus Fels- und Feuerstein oder Knochenabfälle. Daneben sei auch Holz geborgen worden, welches Informationen zur Datierung und Waldwirtschaft liefern solle.



Am meisten überrascht worden seien die Archäologen von neueren Funden wie Bruchstücken von Trinkgläsern und Ofenbestandteilen. Diese stammten wahrscheinlich aus der Anfangszeit des Klosters Ittingen im hohen Mittelalter, wie der Kanton Thurgau in einer Medienmitteilung schreibt. Zwischen Nussbaumersee und Kartause Ittingen liegt ein gut dreistündiger Fussweg. (sda/red)

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