Mehr Hilfe bei der Bewerbung

  • «BIZplus» hilft beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen.
    «BIZplus» hilft beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen. (Gaëtan Bally/KEY)
21.04.2017 | 07:56

KANTON THURGAU ⋅ Arbeitsmarkt Die Pilotphase von «BIZplus», wo Arbeitslose Hilfe bei Bewerbungen erhalten, war erfolgreich. In der Projektphase will der Kanton das in Kreuzlingen gestartete Angebot nun auf Frauenfeld ausweiten.

Larissa Flammer
Arbeitslose und Stellensuchende wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren, das soll mit dem neuen kantonalen Angebot «BIZplus» erreicht werden. Während einer Pilotphase von September 2016 bis Februar 2017 erhielten in Kreuzlingen 15 bis 20 Personen pro Woche niederschwelligen Zugang zu Bewerbungsunterstützung und ergänzender Berufsberatung. «Es sind tendenziell eher Personen, die länger arbeitslos waren», sagt Marcel Volkart, Chef des kantonalen Amts für Berufsbildung und Berufsberatung. Mehrheitlich wurden sie von den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) und den Sozialen Diensten an das «BIZplus» verwiesen. «80 Prozent der Personen nahmen Hilfe bei den Bewerbungsunterlagen in Anspruch», sagt Volkart.


Ab Oktober auch in Frauenfeld

«Die Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher von ‹BIZplus› sind durchwegs positiv», heisst es in einer Mitteilung des Kantons. Deshalb hat der Thurgauer Regierungsrat beschlossen, das Angebot von Mai 2017 bis Februar 2019 in der Projektphase weiterzuführen. Dafür wird «BIZplus» auf den Standort Frauenfeld ausgeweitet. «Die Vorbereitungen sind im Gang. Im Oktober soll das Angebot in Frauenfeld starten», so Volkart. Inhaltlich ändert sich für die Projektphase nichts. Es werden weiterhin zentral die Dienste der Berufs- und Studienberatung und der RAV angeboten, wobei Vertreter der jeweiligen Organisationen vor Ort sind. 

Nach Abschluss der Projektphase wird im Rahmen einer Erfolgskontrolle geprüft, ob das Projekt in den ordentlichen Betrieb übernommen und allenfalls auf weitere Orte erweitert werden soll. «Eine Ausweitung auf den BIZ-Standort Amriswil ist vorläufig noch nicht geplant», sagt Volkart. Sein Amt betreut das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Wirtschaft und Arbeit sowie der Stiftung Zukunft Thurgau. Für die Organisation der «BIZplus»-Nachmittage sind die Berufsinformationszentren zuständig, in deren Räumlichkeiten die Beratungen auch durchgeführt werden.


Individuelle Beratung direkt vor Ort

Wie während der Pilotphase beraten auch während der Projektphase an einem Nachmittag pro Woche Fachpersonen die Hilfesuchende. Vor Ort können an Computern Bewerbungen erstellt und direkt mit den Fachpersonen überarbeitet werden. Das ist gemäss Volkart der grosse Vorteil der individuellen Beratung. «Wer bei Google nach Hilfe sucht, wird von den vielen Treffern eher verwirrt», sagt der Amtschef mit einem Lachen. Die meisten Besucher brauchten während der Pilotphase Hilfe bei Bewerbungsunterlagen. Der Erfolg zeigt gemäss Mitteilung des Kantons, «dass professionell gestaltete Unterlagen und fehlerfreie Motivationsschreiben die Stellensuche unterstützen». 

Marcel Volkart erklärt, dass die Angebote BIZ und «BIZplus» keine Konkurrenz zueinander sind. «Bei ‹BIZplus› geht es um konkrete Umsetzungshilfe. Beim BIZ um allgemeine Berufs- und Laufbahnberatung.»
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