ERLEN

Zwölf Jahre sind genug

Gemeindepräsident Roman Brülisauer wird bei den Erneuerungswahlen 2019 nicht mehr antreten. Der Nachfolger soll bereits Ende dieses Jahres feststehen.
12.01.2018 | 05:18

«Da in der Gemeinde immer irgendwelche Geschäfte am Laufen sind, gibt es eigentlich keinen günstigen Zeitpunkt, um aufzuhören», sagt Roman Brülisauer. Er sei nicht amtsmüde; dafür sei seine Tätigkeit viel zu abwechslungsreich. «Für mich persönlich ist das Ende der laufenden Legislatur im Sommer 2019 aber der richtige Zeitpunkt, um noch etwas Neues anzufangen», sagt der 50-Jährige. Bevor er im Juni 2007 das Amt des Erler Gemeinde- ammanns antrat, war er schon zwei Jahre Mitglied des Gemeinderates gewesen. «Auch einer Gemeinde tut ein Wechsel an der Spitze von Zeit zu Zeit gut», ist Brülisauer überzeugt.

Dass er zur Wiederwahl nicht mehr antritt, gibt Brülisauer bewusst so früh bekannt. «So hat die Interpartei genügend Zeit, sich zu formieren und ihre Arbeit aufzunehmen. Eine Übergangslösung kann so ebenfalls vermieden werden», erklärt Brülisauer. Ziel ist es, dass der erste Wahlgang für das Gemeindepräsidium im November 2018 durchgeführt wird. Dafür müssen die Kandidaturen bis Ende September vorliegen. Die Wahl des Gemeinderates ist für Februar 2019 geplant. «Das ist auch ein Vorteil für die Behördenmitglieder, da sie dann bereits wissen, unter wessen Führung es weitergehen wird», führt der Gemeindepräsident aus. Auf seine bisherige Zeit als Gemeindeoberhaupt blickt Roman Brülisauer zufrieden zurück. «Wir haben viel erreicht», bilanziert er. In seine Ära fällt unter anderem die Einführung des Geschäftsleitungsmodells und die damit verbundene klare Trennung zwischen strategischer und operativer Führung.

Berufliche Zukunft steht in den Sternen

An seiner Arbeit schätzt Brülisauer, dass man mit vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt kommt, neue Themenfelder kennen lernt und verantwortungsvolle Aufgaben anpacken kann. «In Erlen haben wir es gut, denn Bevölkerung, Gewerbe und Vereine ziehen an einem Strang in dieselbe Richtung», sagt der Gemeindepräsident. Wohin Brülisauers künftiger Weg führen wird, ist noch offen. «Freie Stellen für den Sommer 2019 werden jetzt noch nicht ausgeschrieben», gibt er zu bedenken. «Auch wenn ich wollte, könnte ich mich noch nicht damit auseinandersetzen.»

 

Hannelore Bruderer

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

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