BISCHOFSZELL

Klettern, Rutschen und Schaukeln

Die Waldschenke hat alles, was Familien für einen vergnüglichen Ausflug brauchen. Die Bürgergemeinde hat in die Erneuerung des Waldspielplatzes investiert.
16.04.2018 | 06:30
Barbara Hettich

Barbara Hettich

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

Hochkonzentriert suchen sich die Kinder einen Weg über schmale Baumstämme und Netze. Sie klettern in die Höhe, von Baum zu Baum. Die Kleineren schauen sich von den Grösseren ab, wie man das am besten macht. Hat man das Ziel – eine der Baumhütten erreicht – geht es im Schuss über eine Rutschbahn wieder nach unten. Schaukeln hängen von den Bäumen und das Rundrad dreht sich frisch geschmiert.

«Die Waldschenke präsentiert sich heute in bestem Zustand», ist Waldpräsident Walter Bollier zufrieden und dankte am Freitag nach Abnahme des neuen Waldspielplatzes allen Beteiligten für ihren Einsatz. Mit den neuen Spielgeräten entspreche der Spielplatz den heutigen gesetzlichen Sicherheitsanforderungen und trage zur weiteren Attraktion der Waldschenke als Ausflugsziel bei.

Einst eine Blockhütte mit Aussicht

Die Waldschenke auf dem Bischofsberg mit Aussicht auf Säntis und Churfirsten gibt es bereits seit 1893. Im 1983 wurde die zum Wald passende Blockhütte mit integriertem Selbstbedienungskiosk erstellt. 2007/2008 wurde das Aussehen der Waldschenke durch die Bürgergemeinde und die Pächterfamilie Maag auf den neusten Stand gebracht.

Zur Waldschenke gehört seit 1919 auch der Waldspielplatz, dessen Unterhalt von Mitte der 80er Jahre bis 2016 von der politischen Gemeinde geleistet wurde. Bei einer Leistungsüberprüfung hat der Stadtrat beschlossen, den Unterhalt sowie die Erneuerung der Spielgeräte nicht mehr zu bestreiten. Zuständigkeit und Haftung sollen entflechtet werden.

Die Bürgergemeinde hat den Startschuss gegeben

Die Bürgergemeinde hat die Verantwortung für den Waldspielplatz wieder übernommen und vergangenes Jahr den Startschuss für die Erneuerung der von Fäulnis gezeichneten Spielgeräte durch die Firma Rudolf Spielplatz AG gegeben. «43314 Franken haben wir investiert», sagt Walter Bollier. Mit 5422 Franken hat sich die Stadt bei den neuen Gerätschaften beteiligt. «Das war für uns Ehrensache, wir wollten uns nicht einfach aus der Verantwortung stehlen», sagte Stadtpräsident Thomas Weingart und dankte für das Engagement aller Beteiligten.

Von den restlichen 37891 Franken hat die Pächterfamilie Maag 9472 Franken übernommen. «Der Waldspielplatz bringt uns viele Gäste», sagt Manuela Maag, welche vergangenes Jahr mit ihrem Lebenspartner Eric Kammerer die Geschäfte von ihrem Vater Hans Maag übernommen hat.

Hinweis

In der Sommersaison (1. April bis 31. Oktober) ist die Waldschenke

täglich ab 10 Uhr geöffnet. In den Randmonaten April und Oktober ist sie bis mindestens 19 Uhr offen. An Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen ist sie von 11 bis 17 offen.

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