Ein Zuzwiler macht eine unglaubliche Erfahrung: Eine Begegnung mit 181 Eisbären

  • Ein gefundenes Fressen: Alles in allem waren es 181 hungrige Eisbären, welche sich am "Walbuffet" bedienten.
    Ein gefundenes Fressen: Alles in allem waren es 181 hungrige Eisbären, welche sich am "Walbuffet" bedienten. (pd/Roman Brühwiler)
12.10.2017 | 19:32

NATURSCHAUSPIEL ⋅ Diese Expeditionskreuzfahrt wird Roman Brühwiler nie vergessen: Er traf im Norden Russlands auf 181 Eisbären, die normalerweise Einzelgänger sind. Dies, nachdem er kurz zuvor eine unschöne Begegnung mit dem grössten Landraubtier der Welt hatte.

Simon Dudle
Eisbären sind Einzelgänger, die sich gegenseitig aus dem Weg gehen. Umso erstaunlicher war des Erlebnis von Roman Brühwiler, welches er diesen Herbst gemacht hat: 181 Eisbären bekam er zu Gesicht. «Der Anblick auf Wrangel Island in Nordrussland, wo die Tiere den Sommer verbringen, erinnerte mich von Weitem an eine Schafherde. Dort gibt es aber keine Schafe. Was wir sahen, war ein Eisbären-Weltrekord und ein echter Hingucker», sagt Brühwiler. Selbst der erfahrene Expeditionsleiter habe dafür kaum Worte gefunden. Selbstredend stoppte das Expeditionsschiff «Akhademik Shokalsky», damit sich die rund 50 Teilnehmer in vier Zodiac-Booten den Eisbären bis auf rund 50 Meter annähern konnten.
 

Eisbären bedienen sich am Walbuffet

Angezogen wurden die Tiere durch einen rund 18 Meter grossen Grönlandwal, der gestrandet und verendet war. Für die Eisbären war dies im wahrsten Sinne des Wortes ein gefundenes Fressen. «Es hatte mehr als genug für alle Bären», sagt Brühwiler. «Im Angesicht von monatelangem Hungern im Sommer und einem Schlaraffenland vor Augen sind offenbar sogar die Eisbären fähig, gewohnte Verhaltensweisen abzulegen und sich friedlich am Walbuffet anzustellen.»
 

Vier Meter vor dem Eisbär

So lieblich jene Situation anmutete, so bedrohlich war eine andere zuvor. Einige Expeditionsteilnehmer hatten sich in zwei Gruppen auf Wanderschaft begeben. Die eine, in welcher sich Brühwiler nicht befand, wurde von einem Eisbär, womöglich hungrig, angegriffen. Das Tier habe sich den Wanderern bis auf etwa vier Meter genähert. Da der Wanderleiter keine Waffe auf sich trug, blieb nichts anderes übrig, als mit dem Stock zu fuchteln.

Brühwiler und die anderen seiner Gruppe reagierten schnell und rannten zu den sich in Gefahr befindenden Wanderern. Der Eisbär entfernte sich, kam aber rund zehn Minuten später zurück und näherte sich dieses Mal bis auf etwa 20 Meter an. «Es mussten ganze drei Warnraketen abgefeuert werden, bis sich der Bär entfernte», sagt Brühwiler.
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