Zu viele wollen aufs Olma-Areal

  • Auf dem Olma-Gelände parkieren jeweils die Oldtimer-Besitzer und präsentieren so ihre Autos.
    Auf dem Olma-Gelände parkieren jeweils die Oldtimer-Besitzer und präsentieren so ihre Autos. (Bild: Samuel Schalch (30. Oktober 2016))
11.10.2017 | 07:03

OLDTIMER ⋅ Die Olma hat noch nicht begonnen, schon macht die nächste Messe von sich reden: die Oldtimermesse. Weil die Besucher mit ihren Fahrzeugen den ÖV blockierten, stellt die Stadt den Organisatoren neue Auflagen.

Marlen Hämmerli

Marlen Hämmerli

marlen.haemmerli@tagblatt.ch

Bus- und Postautopassagiere mussten sich am Vormittag der vergangenen Oldtimermesse gedulden. Denn die Busse waren zwischen Oldtimern stecken geblieben.

Zur Messe reisen Autobesitzer aus der Schweiz, Deutschland und Österreich an – meist mit ihren eigenen alten Autos. Sie alle wollen auf dem Olma-Gelände parkieren und dort ihr Auto präsentieren. Um einen Platz zu ergattern, reisten letztes Jahr viele Oldtimer-Besitzer bereits früh an: Der Verkehr staute von der ­Jägerstrasse zurück auf die St. Jakobs-Strasse. Das geschah laut Renate Hürlimann, die mit ihrem Ehemann die Oldtimermesse organisiert, nicht zum ersten Mal. Doch dieses Mal schritt die Stadt ein. Sie stellt den Hürlimanns neue Auflagen.

Mehr Besucher bedeutete mehr Rückstau

Scheinbar wurde die Messe Opfer ihres eigenen Erfolgs. «Von Jahr zu Jahr kamen mehr Besucher», sagt Hürlimann. «Wahrscheinlich verschlimmerte sich der Rückstau entsprechend.» Zwar regelten zwölf Personen den Verkehr, doch das reichte nicht. Ab diesem Jahr gilt deshalb ein neues Parkplatzregime: Alle Parkplätze auf dem Olma-Areal müssen im Vorfeld reserviert werden. Dasselbe gilt für den Parkplatz auf dem Areal der abgebrannten Halle 7, an der Ecke Sonnenstrasse/Jägerstrasse. Die Änderungen haben sich schon rumgesprochen: «Die 180 Parkkarten für das Olma-Areal sind schon weg», sagt Hürlimann.

Insgesamt stehen 290 Parkplätze zur Verfügung. Diese können über die Webseite der Oldtimermesse reserviert werden. Ein Parkplatz kostet 10 Franken. Bis anhin waren die Plätze gratis. Das geht laut Hürlimann nicht mehr: «Der Ticketvertrieb ist sehr aufwendig. Ausserdem müssen wir neu alle Plätze einzeichnen und dafür sorgen, dass die Autos ordentlich aufgereiht parkiert werden.» Wer vergisst, vor Beginn der Messe einen Platz zu buchen, keinen mehr ergattert oder für diesen nicht zahlen möchte, kann weiterhin auf die Parkplätze beim Güterbahnhof und bei der Migros St. Fiden ausweichen.

Hürlimann hofft, dass das neue Parkplatzregime der Stadt keine Besucher abschreckt: «Einige sagten bereits, sie würden deshalb vielleicht nicht kommen.» Dabei habe die Änderung auch einen Vorteil: «Jeder, der reserviert, hat nun garantiert einen Platz. Beim letzten Mal war der Parkplatz auf dem Olma-Areal nach 40 Minuten voll.» Insgesamt erwartet die Freidorferin 5500 bis 6000 Besucher. In den vergangenen Jahren seien die Besucherzahlen jährlich um 300 bis 500 Personen gestiegen.

Die Oldtimermesse belegt neu dreieinhalb Hallen

Zu den steigenden Besucherzahlen hat wohl auch der Ausbau der Oldtimermesse beigetragen. Als die Messe 2004 startete, hatten die Hürlimanns noch eine halbe Halle gemietet. Letztes Jahr waren es drei Hallen und dieses Jahr sind es dreieinhalb. Die Fläche teilen sich dieses Jahr rund 120 Aussteller. Gemeinsam bieten sie alles an, was das Herz eines Oldtimer-Liebhabers begehrt, von Ersatzteilen über Bücher bis hin zu stilgerechten Kleidern (siehe Zweittext).

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