Vom Spisertor in den Spisermarkt

Seit Monaten baut die Migros im Spisermarkt um. In drei Wochen eröffnet sie dort ihre neue Filiale. Die Umbaukosten: 2,2 Millionen Franken. Die Migros am Spisertor schliesst hingegen ihre Türen.
07.10.2017 | 08:44
Christoph Renn

Christoph Renn

christoph.renn@tagblatt.ch

Schon seit geraumer Zeit hat der Spisermarkt seine Tore nach dem Umbau wieder geöffnet. Doch fehlt noch immer ein grosses Puzzleteil. Momentan laufen die Bauarbeiten im Spisermarkt deshalb immer noch auf Hochtouren. Erste Anzeichen, wer hier bald einziehen wird, sind an der Fensterfront bereits sichtbar: Am 26. Oktober eröffnet die Migros ihre neue Filiale im Spisermarkt. «Bisher liegen wir mit den Umbauarbeiten voll im Zeitplan», sagt Natalie Brägger, Projektleiterin Kommunikation bei der Migros Ostschweiz. «Am Montag starten wir bereits mit dem Ladenausbau.» Das heisst: Die Regale, Kassen und Beschriftungen werden installiert. Einen Tag vor der Eröffnung, also am 25. Oktober, schliesst dafür die Filiale im nahen Spisertor ihre Türen.

Die Migros hat sich aus verschiedenen Gründen für den neuen Standort im Spisermarkt entschieden. Zum einen ist es die Grösse der neuen Filiale. Die Migros Spisermarkt verfügt über eine Fläche von rund 600 Quadratmetern. Im Spisertor waren es lediglich rund 350 Quadratmeter. «Das ermöglicht uns, den Laden den heutigen Standards anzupassen», sagt Brägger. Sprich, die Warenpräsentation, wie man sie aus anderen Filialen kennt, kann umgesetzt werden. Insbesondere werde im Spisermarkt der Convenienceanteil in der Migros erhöht, um für Schüler und Berufstätige im Stadtzentrum noch attraktiver zu werden.

Der Umzug kostet rund 2,2 Millionen Franken

Ein weiterer Vorteil der neuen Filiale des Grossverteilers ist laut Brägger die bereits bestehende Parkplatzsituation: Der Spisermarkt habe einen direkten Zugang zu den Parkgaragen Burggraben und Brühltor. «Hinzu kommt, dass der neue Standort in der Altstadt eingebettet ist. Davon erhoffen wir uns zusätzliche Laufkundschaft.»

Den Umzug vom Spisertor in den Spisermarkt lässt sich die Migros rund 2,2 Millionen Franken kosten. «Wir liegen auch bei den Finanzen im erwarteten Rahmen», sagt Brägger. Darin inbegriffen sind sowohl die Vorbereitungsarbeiten als auch der Innenausbau des Supermarktes sowie die Betriebseinrichtungen und die Ausstattung. «Von der alten Filiale können wir nur wenig in den Spisermarkt zügeln, weil einiges veraltet ist und den neuen Anforderungen nicht mehr entspricht», sagt Brägger.

Die Migros will die Frequenzen erhöhen

Den Umzug mitmachen werden hingegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Filiale Spisertor. «In den kommenden Wochen haben sie eine Doppelaufgabe», sagt Brägger. «Sie betreiben die alte Filiale bis zum 25. Oktober und richten die neue im Spisermarkt ein.» Das Sortiment im Spisertor werde allmählich heruntergefahren. «Jedoch erhalten die Kunden die wichtigsten Produkte bis zum letzten Tag.»

Über den bevorstehenden Einzug der Migros im Spisermarkt freut sich auch die Vermieterin Suva. «Die Migros ist eine attraktive Mieterin und ergänzt den Mietermix ideal. Der Einzug wird den Spisermarkt zusätzlich beleben und die Frequenz erhöhen», sagt Wolfgang Barth von der Suva.

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