ST.GALLEN

Parkgarage: FDP fordert neue Lösungen, SP tritt gegen Elmar Jud nach

Roger Dornier, Fraktionspräsident der St.Galler FDP und Verwaltungsrat der Cityparking AG, fordert nach dem Ende der Parkgarage Schibenertor, dass es beim UG 25 vorwärts geht. Peter Olibet, sein Pendant bei der SP, erhofft sich hingegen ein Signal für die Verkehrspolitik.
19.06.2017 | 13:34
Christoph Renn
Die Cityparking AG und die alle weiteren Investoren haben sich aus dem Parkhaus-Projekt Schibenertor zurückgezogen. Somit fehlt das Baurecht für die Tiefgarage und das seit Jahren umstrittene Projekt ist damit endgültig beerdigt. Für Peter Olibet, Präsident der SP Stadt St.Gallen, ist das ein sehr erfreulicher Entscheid: "Das ist ein richtiger Schritt hin zu einer vernünftigen Verkehrspolitik in der Innenstadt", sagt er. Die Parkgarage wäre eindeutig am falschen Ort gewesen. Sein Bedauern über das Scheitern des Projektes äussert hingegen FDP-Fraktionspräsident Roger Dornier, der auch Abgeordneter der Stadt im Verwaltungsrat der Cityparking AG ist: "Eine zentrumsnahe Parkgarage ist für das Gewerbe und das Leben in der Innenstadt unabdingbar", sagt er. Nun müssten dringend neue Lösungen gefunden werden.

Eine dieser zentrumsnahen Lösungen wäre das Parkhaus UG 25, das nur wenige hundert Meter vom Schibenertor entfernt liegt. «Dieses Projekt muss nun politisch mit Nachdruck verfolgt werden», sagt Roger Dornier. Mit dem Verzicht auf das Parkhaus Schibenertor erhalte das UG 25 eine stärkere Bedeutung als zuvor. Zuerst müssen jedoch Investoren gefunden werden. 

Peter Olibet hofft hingegen, dass der Verzicht auf die Tiefgarage eine positive Signalwirkung hat. "Es ist ein wichtiger Schritt hin zu einem fahrzeugfreien Marktplatz." Dort sollen die oberirdischen Parkplätze aufgehoben werden. Gegen diesen Entscheid sind jedoch noch Einsprachen hängig. "Nun muss auch dort reiner Tische gemacht werden." Zudem teilt Olibet einen Seitenhieb gegen Elmar Jud, Verwaltungsratspräsident der Cityparking AG, aus: "Es ist ein gutes Signal, zu sehen, dass Elmar Jud nicht mehr Mehrheitsfähig ist." Jud wurde zuletzt bei der Generalversammlung das Vertrauen der Stadt als Grossaktionärin entzogen.
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