Wohin an der Museumsnacht?

  • An der diesjährigen Museumsnacht dreht sich alles ums Stichwort "Sammeln".
    An der diesjährigen Museumsnacht dreht sich alles ums Stichwort "Sammeln". (Michel Canonica / Archiv)
09.09.2017 | 08:48

INTERAKTIVE KARTE ⋅ Am Samstag findet die 13. St.Galler Museumsnacht statt. Entdecken Sie auf der interaktiven Karte, was es dort zu sehen gibt.

Adrian Lemmenmeier

34 Galerien und Museen haben am Samstag bis in die Nacht hinein geöffnet. Neben städtischen Kulturriesen wie der Stiftsbibliothek, dem Textilmuseum oder dem Botanischen Garten sind auch kleine Ausstellungsstätten mit von der Partie: Etwa das Seifenmuseum und der Kunstkiosk an der Rorschacherstrasse oder das Nextex im ehemaligen italienischen Konsulat. Zwischen den einzelnen Stätten - das Sitterwerk im Westen und das Naturmuseum im Osten der Stadt sind acht Kilometer voneinander entfernt - verkehren VBSG-Busse im Viertelstundentakt.


Einblick in Schätze der Bürokunst

"Sammeln" lautet das diesjährige Motto der Museumsnacht. "Dabei geht es nicht nur darum, wissenschaftliche Sammlungen zu präsentieren", sagt Barbara Affolter, Präsidentin des Vereins Museumsnacht St.Gallen. "Viele Leute sammeln irgendetwas, weil es ihnen Spass macht." So steuern auch Hobbysammler einiges zur Museumsnacht bei. Die Kleine Kunstschule an der Kleinbergstrasse etwa fordert die Besucher auf, ihre gesammelten Plastiktiere für ein soziales Kunstprojekt mitzubringen. Im Raum 4 1/5, an der Lämmlisbrunnenstrasse, erwartet die Besucher eine interaktive Installation aus alten Spielkonsolen. Mitspielen erwünscht.

Ein Sammler, der exklusiv nur für diese Samstagnacht Einblick in seine Schätze gewährt, ist der Kanton. Kunstgegenstände, die nicht gerade ein Sitzungszimmer oder ein Büro der Verwaltung schmücken, lagern im kantonalen Kunstdepot in der Hauptpost. An der Museumsnacht können gut 2000 Exemplare besichtigt werden. 
 

Kinderprogramm und Dinkelrisotto

"Wir freuen uns, dass wieder alle Museen der Stadt mit dabei sind", sagt Barbara Affolter. Besonders abwechslungsreich sei dieses Jahr auch das Kinderprogramm. "Die Museumsnacht spricht immer mehr auch Familien an." Die kleinen Nachtschwärmer können etwa mit Taschenlampen durchs Depot des Kunstmuseums streunen oder einem Tierpräparatoren bei der Arbeit zusehen. Auch kulinarisch präsentiert sich die Museumsnacht vielfältig: Dinkelrisotto mit Rauchwurst wird im Botanischen Garten serviert, im Kunstmuseum locken Pizza und Frozen Joghurt, das Museum im Lagerhaus bietet Spaghetti und Wein. Und das Biermuseum - wen wundert's: Bier. 

Tickets

Der Eintritt für die Museumsnacht kostet 20 Franken. Darin inbegriffen ist auch die freie Fahrt mit dem Rundkurs und dem Shuttle-Bus von Stocken ins Sittertobel. Ebenso die Fahrt in der Ostwind-Zone 210, inklusive Nachtzuschlag. Für Kinder und Jugendliche bis 16 ist der Eintritt frei. Mit einem Eintrittsbändel können auch sie die genannten Busverbindungen kostenlos nutzen. Mit der KulturLegi kostet das Ticket 10 Franken. Tickets können in allen Museen und am Samstag ab 9 Uhr an der Vorverkaufsstelle beim Marktplatz, vor dem Optikergeschäft Ryser, gekauft werden. (al) 

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