ABTWIL

Der Koch ist zurück in Sizilien

Geht es nach den neuen Pächtern Mimoza und Vincenzo Curseri, sollte in der ehemaligen «Sonne» längst gewirtet werden. Die Abtwiler müssen sich aber weiterhin gedulden.
06.07.2017 | 05:17
corinne.allenspach@tagblatt.ch

Mimoza und Vincenzo Curseri hatten sich das eigentlich anders vorgestellt. Seit Wochen freuen sich der gebürtige Italiener, der seit 50 Jahren in der Schweiz lebt, und seine Frau, eine gebürtige Albanerin, darauf, die ehemalige «Sonne» im Abtwiler Dorfzentrum neu zu eröffnen. «Wir wären eigentlich parat», sagte Vincenzo Curseri bereits Ende Mai. Inzwischen ist klar: Gewirtet wird im einstigen Hotel-Restaurant Sonne im Dorfzentrum, das künftig «Sicilia» heissen wird, frühestens ab September. Der Grund: Der Eigentümer des Hauses muss zuerst die Türen ersetzen, die nicht mehr den heutigen Sicherheitsvorschriften entsprechen und weitere Sicherheitsaspekte im baulichen Bereich anpassen, bevor der Restaurantbetrieb aufgenommen werden kann.

Noch Ende Mai hiess es seitens der Eigentümer, das sei bis Mitte Juni erledigt. «Kürzlich habe ich aber Bescheid bekommen, dass es vor den Sommerferien nicht mehr reicht und nun 1. September wird», sagt Vincenzo Curseri. Den künftigen Chefkoch, den er bereits extra aus Sizilien nach Abtwil geholt hat, habe er vorläufig wieder nach Italien zurückgeschickt. Und die zwei Kellner, die schon zugesagt hätten, verliere man jetzt durch die Verschiebung der Eröffnung. Curseri will sich aber nicht aufregen. «Wir machen das Beste daraus», sagt der gelernte Stromer und langjährige Hobbykoch. «Wenn wir wirklich auf 1. September starten können, bin ich zufrieden.» Ausserdem zeige sich der Besitzer grosszügig: Curseri muss bis zur definitiven Restauranteröffnung keine Miete zahlen, wie er sagt: «Wir haben also keinen finanziellen Verlust.» Für die Abtwiler sei die erneute Verzögerung allerdings ärgerlich. Seit über einem Jahr ist das ehemalige Hotel-Restaurant mitten im Dorf geschlossen. «Ständig kommen Leute vorbei und fragen, wann wir endlich aufmachen», sagt Vincenzo Curseri.

Hausgemachte Pasta, Pizza oder Fischgerichte

Seine Frau und er planen «ein richtig italienisches Restaurant». Unter anderem mit hausgemachter Pasta, Pizza, aber auch speziellen Fischgerichten. Gestartet wird vorerst mit 40 Sitzplätzen im Speisebereich und einer «Kneipenecke» mit hohen Tischen und 24 Barstühlen: fürs Feierabendbier und kleine Snacks.

 

Corinne Allenspach

corinne.allenspach@tagblatt.ch

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