CVP steigt mit Boris Tschirky ins Stadtratsrennen

  • Boris Tschirky soll Nachfolger von Nino Cozzio werden.
    Boris Tschirky soll Nachfolger von Nino Cozzio werden. (Urs Bucher)
  • Boris Tschirky wurde einstimmig nominiert.
    Boris Tschirky wurde einstimmig nominiert. (Urs Bucher)
  • Noch-Stadtrat Nino Cozzio (links) mit seinem möglichen Nachfolger Boris Tschirky.
    Noch-Stadtrat Nino Cozzio (links) mit seinem möglichen Nachfolger Boris Tschirky. (Urs Bucher)
13.06.2017 | 19:54

COZZIO-NACHFOLGE ⋅ Auf Ende Jahr scheidet Nino Cozzio (CVP) krankheitshalber aus der St.Galler Stadtregierung aus. Am 24. September wird sein Nachfolger gewählt. Die CVP will dabei den Sitz mit Boris Tschirky verteidigen. Der Gaiserwalder Gemeindepräsident wurde am Dienstagabend einstimmig nominiert.

Reto Voneschen
Die Stadtratsersatzwahl vom Herbst wird eine Kampfwahl. Das ist bereits sicher. Der SVP-Parteivorstand will der CVP nämlich ihren Sitz in der Stadtregierung mit der Kandidatur von Stadtparlamentarier und Unternehmer Jürg Brunner abnehmen. Das hat die Partei am Montag bekanntgegeben. Die offizielle Nominierung von Brunner soll am 26. Juni erfolgen.
 
CVP ist guten Mutes
Am Dienstagabend hat die CVP nominiert. Die Partei war die grosse Verliererin der St.Galler Stadtwahlen 2016. Neben drei Parlamentssitzen ging durch die Abwahl von Baudirektorin Patrizia Adam auch eines von zwei Mandaten in der Stadtregierung verloren. Die Parteiverantwortlichen gaben sich trotzdem optimistisch: Mit Boris Tschirky steige für den 24. September ein politisches Schwergewicht in den Ring. Man sei guten Mutes, mit ihm den verbleibenden Stadtratssitz verteidigen zu können.

Und tatsächlich: Mit der Nomination von Tschirky für den Stadtrat hat die CVP einen Coup gelandet. Am gebürtigen Rheintaler, der unter anderem bereits einmal Stadtsanktgaller Tourismusdirektor war, dürfte keine andere Kandidatin, kein anderer Kandidat einfach vorbeikommen. Der 52-Jährige gilt als beruflich und politisch erfahren. Innerhalb seiner Partei steht er knapp rechts der Mitte; dies vor allem aufgrund seiner Haltung in Wirtschafts- und Sozialfragen.

Mit diesem Profil dürfte Boris Tschirky nicht nur seine Partei geschlossen hinter sich haben, sondern auch Stimmen weit ins rechtsbürgerliche und ins linksgrüne Lager hinein sammeln können. Das ist insofern wichtig, als heute keine Partei ohne die Unterstützung anderer Gruppierungen bei den St.Galler Stadtratswahlen erfolgreich sein kann.
 

Ein Rheintaler in St.Gallen

Boris Tschirky stammt ursprünglich aus dem St.Galler Rheintal. Beleg dafür ist bis heute sein konsequent gepflegter Dialekt. Er ist seit 2013 Gemeindepräsident von Gaiserwald; seit 2016 vertritt er den Wahlkreis St.Gallen-Gossau im Kantonsparlament. Zuvor war er Direktor von St.Gallen-Bodensee-Tourismus. Während seines Studiums von Geschichte, Staatsrecht und Volkswirt arbeitete er als Lehrer an der Primarschule Montlingen und an der Kantonsschule am Burggraben in St.Gallen. Auch in der Medienbranche sammelte er Erfahrung – als stellvertretender Chefredaktor der Rheintalischen Volkszeitung. Zudem war er als Leiter Standortmanagement im kantonalen Amt für Wirtschaft tätig.
 
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