• Ob eine Steuersenkung in St.Gallen für 2018 in Frage komme, liess der Stadtpräsident am Mittwoch offen.
    Ob eine Steuersenkung in St.Gallen für 2018 in Frage komme, liess der Stadtpräsident am Mittwoch offen. (Urs Bucher)
15.03.2017 | 18:18

Kommentar

Runter mit den Steuern

Roger Berhalter
Schon wieder präsentiert die Stadt St.Gallen eine Jahresrechnung, die weit besser ist als budgetiert. Diesmal hat die Stadt gut 24 Millionen Franken besser abgeschlossen als geplant, und in den vergangenen Jahren sah es ähnlich aus: 2015 schloss die Rechnung 32 Millionen Franken besser als budgetiert, 2014 waren es fast 30 Millionen Franken mehr, und auch 2013 war die Rechnung 12 Millionen Franken besser als erwartet.

An eine Steuersenkung scheint der Stadtrat dennoch weiterhin nicht zu denken. Dieses Jahr tastet er den Steuerfuss nicht an, während 40 Prozent der Gemeinden im Kanton die Steuern senken, insbesondere auch mehrere im Grünen Ring. Ob eine Steuersenkung in St.Gallen für 2018 in Frage komme, liess der Stadtpräsident am Mittwoch offen. Erst wenn die Anforderungen an das Budget 2018 klar seien, werde sich der Stadtrat mit dem Steuerfuss befassen.

Klar ist hingegen schon, wofür die Stadt den Ertragsüberschuss von 2016 einsetzt: Um den Bahnhofplatz neu zu gestalten und das Kunstmuseum zu sanieren. Es sind zwei Grossprojekte, die wohlgemerkt nicht nur der Stadt, sondern der ganzen Region zugutekommen – gerade auch den Bewohnern des steuergünstigen Grünen Rings.
Die Steuererträge fliessen derzeit auch aus der Wirtschaft, denn der befürchtete Frankenschock ist ausgeblieben. Der Selbstfinanzierungsgrad ist hoch, die Nettoschuld tief, zudem fällt mit der abgelehnten Unternehmenssteuerreform III eine grosse Unsicherheit weg. Auch die Kosten hat St.Gallen im Griff. Mit anderen Worten: Bei derart gesunden Staatsfinanzen wäre es an der Zeit, wieder einmal an den Steuerzahler zu denken.

roger.berhalter@tagblatt.ch
Kommentare
Kommentar zu: Runter mit den Steuern
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geschrieben am 16.03.2017 17:48 | von Pumpelche

Genau. Runter auf 139. 1 Punkt entspricht ca. 4 Millionen.

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geschrieben am 24.03.2017 08:16 | von patjaselm

dem gibt es nichts hinzuzufügen - ausser, dass endlich auch auf KANTONALER ebene gehandelt werden muss, dort haben wir ähnliche verhältnisse ...

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geschrieben am 27.03.2017 12:29 | von PeterRalons

Die Stadt St.Gallen wird weiterhin Einwohner verlieren, diese werden halt in die umliegenden Gemeinden und Kantone abwanderen und das bedeutet dass dann ab 2018 noch weniger Spielraum zu Verfügung stehen wird um die Stadt attraktiver zu gestalten. Es wird vor allem viel Geld für Bautätigkeiten ausgegeben, aber eines muss bedacht werden, auch kleinere und grössere Geschäfte, die in der Vergangenheit Konsumenten anzogen, werden sich durch die Digitalisierung verschlanken müssen und dann steht die Stadt zwar mit vielen kosmetischen Neubauten da, die aber keinen Konsumenten und keine Wohnungssuchende anziehen, was bleiben wird, sind steigende Schulden in der Stadt ... eine völlig fehlgeleitete und nachhaltig schlechte Finanzpolitik der Stadt St.Gallen zwingt zum Kopfschütteln!

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