Das süsse Leben auf zwei Rädern

  • Am Sonntag startet ein Vespa-Streifzug in Richtung Altenrhein.
    Am Sonntag startet ein Vespa-Streifzug in Richtung Altenrhein. (Bild: Donato Caspari (17.5.2015))
13.09.2017 | 05:19

RORSCHACH ⋅ Dieses Wochenende versammeln sich Vespaliebhaber aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Italien am Kabisplatz. Ihr Corso führt sie bis zur Historischen Verkehrsschau nach Altenrhein.

Christina Vaccaro

Christina Vaccaro

christina.vaccaro

@tagblatt.ch

Sie liegen gut unterm Gesäss, riechen speziell und knattern romantisch: Vespas. Der italienische Kultroller von Vespaclub-Mitbegründer Ralph-Antonio Fontanive trägt das Baujahr 1962. Seine graue «Gina» wird sich am Sonntag gemeinsam mit schätzungsweise mehr als 50 anderen Vespas von Rorschach über Walzenhausen, Rehetobel, Eggersriet, Untereggen nach Altenrhein auf den Weg machen. Ziel ist dort die Historische Verkehrsschau am Flughafen, auf welcher der Vespazug neben zahlreichen Old- und Newtimern geschlossen auffahren darf.

«Wir starten um 13.55 Uhr. Um den Bellevue-Bahnübergang zu überqueren, haben wir nur neun Minuten Zeit», sagt Fontanive. Mit Salvatore Turone aus Horn und Antonino Dilettoso aus Rheineck gründete der Rorschacherberger vergangenes Jahr den Vespaclub Rorschach – Passione Italiana. Der Auftakt des ersten Vespatreffens beginnt bereits am Samstag um 12.15 Uhr. Der eigentliche Event findet dann am Sonntag statt. Neben der Festwirtschaft, die Besucher von 10 bis 20.30 Uhr mit italienischer Küche und anderem verwöhnt, sorgt italienische Live-Musik von 10 bis 15 Uhr für das entsprechende Ambiente. Nach dem Corso zur Historischen Verkehrsschau wird das Kultrollergespann um ca. 17.15 Uhr wieder zurück zum Kabisplatz fahren und dort den Abend verbringen.

Das Event steht ganz im Zeichen des Clubmottos «Passione Italiana», oder wie Fontanive es mit seinen Worten ausdrückt: «Wir möchten die Liebe zur Vespa und zur italienischen Kultur teilen. Es ist La Dolce Vita.»

Geteilte Passion auf Rädern

Innerhalb von einem Jahr bekam das Gründertrio stetig mehr Vereinsmitglieder, derzeit sind es 64 Mitglieder mit 35 Vespas. «Das klingt etwas seltsam», sagt Fontanive schmunzelnd. «Doch es finden sich schnell Paare zum Fahren.» Der Besitz einer Vespa ist nicht Aufnahmebedingung des Vereins. Überhaupt gehe es nicht darum, wer den besseren Roller habe. Vergleiche und Konkurrenz seien im Vespaclub Rorschach fehl am Platz. Der 48-jährige Vespafan möchte einen Treffpunkt schaffen, an dem sich Gleichgesinnte begegnen dürfen.

«Das Gefühl von Zusammengehörigkeit, wenn man in einem Schwarm von 60, 70 oder mehr Vespas fährt, ist unbeschreiblich», so der angefressene Vespaliebhaber.

www.vespaclub-rorschach.ch

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