ST.GALLER STADTRATSWAHL

Grüne künden Kandidatur an

Im Herbst treten sicher drei Kandidierende für die Nachfolge von Nino Cozzio im St.Galler Stadtrat an. Denn auch die Grünen wollen definitiv bei der Stadtratsersatzwahl vom 24. September mitmischen.
14.06.2017 | 16:58
In einem Mail an Medienredaktionen hat Susanne Hoare-Widmer, Präsidentin der Grünen von Stadt und Region St.Gallen, am Mittwoch eine Kandidatur angekündigt. Noch diese Woche sollen weitere Informationen sowie eine Einladung zur Nominationsversammlung und zur Begegnung mit der Kandidatin oder dem Kandidaten folgen. Der Entscheid für eine Kandidatur ist offenbar Anfang Woche an einer Sitzung des grünen Vorstandes gefallen.
 

Grüne Nomination am 24. Juni

Weitere Informationen zur grünen Kandidatur für die Stadtratsersatzwahl gab es am Mittwoch noch keine. Vor allem bleibt der Name des Kandidierenden vorläufig noch unter Verschluss. Die grüne Nominationsversammlung soll am Samstag, 24. Juni, stattfinden. Dannzumal soll die grüne Kandidatin oder der grüne Kandidat auch für Fragen der Medien zur Verfügung stehen.
 
Über eine Kandidatur aus dem grünen Block (Grüne, Junge Grüne, Grünliberale) wird seit Ankündigung des Rücktritts von CVP-Stadtrat Nino Cozzio spekuliert. Auf Nachfrage hiess es bei Grünen wie bei Grünliberalen jeweils, man sei deswegen miteinander im Gespräch. Diese Kontakte bestehen offenbar immer noch. Namen von möglichen Kandidierenden von Grünen und Jungen Grünen waren bisher nur sparsam zu hören. Gerüchteweise als Kandidaten genannt wurden etwa Kantonsrat Thomas Schwager sowie Kantonsrat und Stadtparlamentarier Basil Oberholzer. In der Gerüchteküche glaubte man zu wissen, dass eher mit einer grünliberalen Kandidaten, etwa mit Kantonsrätin Sonja Lüthi, zu rechnen sei.
 

Bisher drei Kandidaturen

Damit treten voraussichtlich drei Kandidierende im Herbst für die Cozzio-Nachfolge an. Die CVP will ihren nach der Abwahl von Patrizia Adam im vergangenen Herbst verbleibenden Stadtratssitz mit dem Kantonsrat und Gaiserwalder Gemeindepräsidenten Boris Tschirky verteidigen. Er wurde am Dienstag von der Parteibasis offiziell und einstimmig fürs Wahlrennen nominiert. Bereits am Montag hat die SVP an einer Medienorientierung publik gemacht, dass der Parteivorstand mit Stadtparlamentarier und Unternehmer Jürg Brunner in den Wahlkampf steigen möchte; er soll am 26. Juni nominiert werden. Noch nichts entschieden ist derzeit gemäss Angaben von Stadtparteipräsident Andreas Dudli bei der FDP. (vre)
 
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