«Die Sanierung ist dringend»

  • Die Schlachthofstrasse befindet sich in einem ungenügenden Zustand.
    Die Schlachthofstrasse befindet sich in einem ungenügenden Zustand. (Bild: Benjamin Manser)
13.10.2017 | 06:31

GOSSAU ⋅ Die Schlachthofstrasse ist in einem schlechten Zustand. 2018 soll sie erneuert werden. Der Stadtrat beantragt für die Sanierung beim Parlament einen Kredit von rund 2,44 Millionen Franken.

Perrine Woodtli

Perrine Woodtli

redaktiongo

@tagblatt.ch

Über 500 Meter zieht sich die Schlachthofstrasse durch das Gossauer Industriegebiet. Sie dient als wichtige Verbindung zu zahlreichen Gewerbe-und Industriebetrieben und für die Buslinie Gossau–St. Gallen. Für die Wipag AG, Spar Handels AG, Ernst Sutter AG sowie die Schlachtbetriebe St. Gallen ist die Strasse zudem die einzige Erschliessung. Wie die Stadt diese Woche mitteilte, weisen die Schlachthof­strasse wie auch die 40 Jahre alten Gussleitungen für Erdgas und Trinkwasser Erneuerungsbedarf auf. Die Stadt will die Strasse und Werkleitungen deshalb im kommenden Frühjahr erneuern. Der Stadtrat beantragt beim Parlament dafür einen Kredit von rund 2,44 Millionen Franken.

Die Sanierung der Schlachthofstrasse stehe seit vier Jahren in der Planung, sagt Tiefbauamtsleiter Hans-Peter Roters. «Der Terminplan wurde jedoch von Dritten beeinflusst, unter anderem von Bauvorhaben der Betriebe. Die Sanierung ist nun aber dringend wegen des Zustands.»

Behinderungen sind nicht auszuschliessen

Erneuert werden sollen unter anderem der Belag, die Randabschlüsse, einzelne Trottoirabschnitte sowie punktuell die Strassenbeleuchtung. In der Schlachthofstrasse liegen zudem wichtige Transportleitungen für Trinkwasser und Erdgas von und nach St. Gallen. Auch diese müssen saniert werden. Gleichzeitig soll die Erschliessung ans Glasfasernetz vorbereitet werden. Dabei werden gemäss Roters Leerrohre eingezogen, die zu einem späteren Zeitpunkt mit den Glasfaserkabeln gefüllt werden können. Der Termin für den Anschluss ist noch nicht bekannt.

Aufgrund der Betriebe und des hohen LKW-Aufkommens hat die Stadt ein Verkehrskonzept erstellen lassen. Während der neunmonatigen Bauphase soll die Strasse in einem Einbahnregime von Gossau her in Richtung St. Gallen geführt werden. «Damit sollten die Zufahrten zu den Betrieben weitmöglichst offen bleiben», sagt Roters. Kurzfristige und kurzzeitige Behinderungen seien aber nicht auszuschlies­sen. «Wir stehen mit den Betrieben in Kontakt, jetzt und wäh­rend der Bauphase.» Der Busbetrieb soll in dieser Zeit über die Industrie- respektive St. Gallerstrasse geführt werden. Die Haltestellen Schlachthof- und Kühlhausstrasse auf der Nordseite werden provisorisch verschoben und behindertengerecht umgebaut. Sobald der Kredit ge­nehmigt wird, werden die Bauarbeiten ausgeschrieben. Ziel des Stadtrats ist es, die Arbeiten 2018 mindestens im Rohbau, nach Möglichkeit aber vollständig abzuschliessen. Ob das Parlament den Kredit genehmigt, zeigt sich an einer der nächsten Sitzungen.

Aus Sicht der Wirtschaft sei die Sanierung unabdingbar, sagt Roland Egli, Präsident der Handels- und Industrievereinigung Gossau. «Eine funktionierende Infrastruktur mit entsprechenden Erschliessungen ist für alle Betriebe von zentraler Bedeutung.» Ein Verzicht auf Sanierungen löse Mängel nicht, weshalb diese «konsequenterweise realisiert werden müssen». Die Sanierung stellt die Betriebe aber vor Herausforderungen. «Dass mit einer Sanierung Einschränkungen einhergehen, liegt auf der Hand», sagt Egli. «Es hat sich aber im Zusammenhang mit dem Glasfasernetzbau gezeigt, dass mit einer flexiblen Handhabung und Kommunikation viele Probleme vermieden werden können.

 

 

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