FUSSBALL

Rebstein holt in Unterzahl ein 0:3 auf

3.-Liga-Tabellenführer Rebstein gerät gegen Triesenberg ins Hintertreffen und sieht nach einem Platzverweis von Dierauer wie der Verlierer aus. Dank enormem Kampfgeist erreicht der FCR aber ein Remis.
16.04.2018 | 05:17

Was für ein Spiel auf der Rebsteiner Birkenau. Sowohl die Fans der Gastgeber als auch die der Gäste durchlebten alle möglichen Höhen und Tiefen.

Weil aber der Polvervino-Elf, die gegen die Equipe aus Triesenberg nach 50 Minuten schon drei Treffer zurücklag – zudem musste in der 71. Minute Lukas Dierauer vorzeitig unter die Dusche – kurz vor Schluss der Ausgleich zum 3:3 gelang, sind die Rebsteiner der moralische Sieger dieses verrückten Fussball-Nachmittags.

Nur die Liechtensteiner nutzen ihre Chancen

Gegen einen früh störenden Gegner kam Rebstein zwar nach nur vier Minuten zur ersten Möglichkeit. Keeper Fabian Gafner fischte aber den Dierauer-Weitschuss aus der linken unteren Ecke. Knapp eine Viertelstunde später machten es die Liechtensteiner vor. Adriano Lipovac war nach einem Eckball zur Stelle.

Es dauerte eine Zeit, bis die Hausherren das 0:1 verdaut hatten, doch kam Philip Baumgartner (27.) zu einer Chance. Gafner war allerdings erneut auf dem Posten. Auf der Gegenseite jedoch zappelte der Ball erneut in den Maschen. Der völlig freistehende Mathias Barandun erhöhte nach genau einer halben Stunde auf 2:0.

Weil im weiteren Verlauf Antonio Krijan (34.), Sascha Haltiner (39.) und Joshua Böhrer (42.) der Anschlusstreffer nicht gelingen wollte, ging es mit diesem Spielstand in die Pause.

Mit dem 0:3 aus Sicht der Grün-Weissen – Barandun verwandelte in der 50. Minute einen Foulpenalty – schien die Partie vorzeitig entschieden. Da passte es wie die Faust aufs Auge, dass weitere Versuche zunächst erfolglos blieben und wie zu Beginn schon erwähnt Dierauer in der 71. Minute vom Schiedsrichter vom Platz gestellt wurde.

Kurz zuvor gelang Rebstein-Coach Daniele Polverino aber mit einem gleichzeitigen Dreifach-Tausch ein absoluter Glücksgriff. Denn trotz numerischer Unterlegenheit traf Anton Lleshi (81.) per Kopf zum 1:3 und nur drei Minuten später verwertete Florian Nüesch eine Tomasic-Flanke. Und mit Simon Schranz traf in der Nachspielzeit auch noch der dritte eingewechselte Spieler zum 3:3-Endstand.

Schon im Hinspiel gelangen Rebstein zwei späte Tore

Trainer Polverino war nach dem Schlusspfiff voll des Lobes für seine Mannschaft: «Ein 0:3 in Unterzahl aufzuholen, gelingt nicht vielen. Ich bin stolz auf meine Jungs.» Und natürlich wurden auch Erinnerungen wach an die Auswärtspartie in der Hinrunde. Damals verwandelte Rebstein einen 1:2-Rückstand durch zwei Treffer in der Nachspielzeit in einen 3:2-Erfolg.

 

Günther Böhler

3. Liga, Gruppe 2

Rebstein – Triesenberg 3:3 (0:2)

Birkenau – 190 Zuschauer – SR: Sidler.

Tore: 18. Lipovac 0:1, 30. Barandun 0:2; 50. Barandun (Penalty) 0:3, 81. Lleshi 1:3, 84. Nüesch 2:3, 90 +3. Schranz 3:3.

Rebstein: Roth; Haltiner, Savanovic, Piri, Eugster; Niederl, Böhrer, Dierauer, Tomasic; Krijan, Baumgartner. Eingewechselt: Nüesch, Lleshi, Schranz, Dürr.

Triesenberg: Gafner; Tiefenthaler, P. Sprenger, S. Beck, N. Sprenger; J. Beck, J. Sprenger, Seb. Beck, Hanselmann; Lipovac, Ba-randun. Eingewechselt: Tschertinger, Schädler.

Gelbe Karten: 71. Dierauer/J. Sprenger (Unsportlichkeit).

Rote Karte: 71. Dierauer (Reklamieren).

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