Rekordfahne droht ganz zu zerreissen

  • Wegen heftiger Winde droht die Fahne ganz zu zerreissen.
    Wegen heftiger Winde droht die Fahne ganz zu zerreissen. (Bild: Jil Lohse)
02.08.2017 | 06:26

1. AUGUST ⋅ Starke Winde haben die Schweizer Fahne am Säntis schwer in Mitleidenschaft gezogen. Seit Dienstagmorgen ziehen sich grosse Risse durch die Fahne.

Die grösste Schweizer Fahne der Welt ist zerrissen. Vier grosse, vertikale Risse ziehen sich mitten durch das Schweizer Kreuz, als hätte eine riesige Tatze ihre Krallen darin versenkt. So präsentiert sich die Fahne am Nationalfeiertag weniger glanzvoll als in vergangenen Jahren. Abgezeichnet hatte sich das Unglück schon früher. An der Säntis-Felswand ausgerollt wurde die Fahne am 31. Juli. «Blick online» zeigte das aufwendige Ausrollen der Fahne am Montag in einer Liveübertragung. Auf dem Video war zu sehen, wie gut 24 Personen die 80 auf 80 Meter breite und 700 Kilogramm schwere Fahne am unteren Ende der Stoffbahn Meter um Meter ausrollten und am Fels befestigten. Am Montag blies ein starker Wind am Säntis. Auf der Liveübertragung war sichtbar, dass die Fahne auf der linken Seite einen mehrere Meter langen Riss aufwies. «Ja, sie ist gerissen», bestätigte der Chef der Säntis-Bahnen, Bruno Vattioni, gegenüber «Blick». Der Wind blase in dieser Höhe sehr stark, liess er sich zitieren. Doch Vattioni gab zu dieser Zeit die Hoffnung noch nicht auf: «Auf der linken Seite ist der Riss nicht so schlimm. Wir sind nicht beunruhigt und machen weiter.»

Am Montagmittag sah die Fahne perfekt aus

Die Zuversicht Vattionis schien für kurze Zeit berechtigt. Auf den Bildern der Übertragung war bald nichts mehr vom Riss zu sehen. Offenbar hatten Höhenarbeiter die Fahne behelfsmässig reparieren können. Kurz nach dem Mittag war die Fahne fast vollständig ausgerollt, sah perfekt aus und war am Fels befestigt. Allerdings berichteten Leser am frühen Montagabend von starken Winden am Säntis und einem grossen Riss mitten durch die Rekordfahne. Später zerrten Winde so stark an ihr, dass sie auch noch in der Mitte diverse Male riss. Bis Dienstagmorgen hatten sich die grossen, vertikalen Risse in der Fahne gebildet. Wegen heftigen, anhaltenden Südwestwinden droht die Fahne ganz zu zerreissen.

Schon 2016 wurde die Fahne am Säntis vom Wind stark beschädigt. Damals konnte sie in zahlreichen Arbeitsstunden wieder geflickt werden. Ob das auch dieses Jahr wieder gelingt, ist angesichts der Grösse der Risse fraglich. (red)

Kommentare
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geschrieben am 02.08.2017 08:00 | von Christian Neff

Die Symbolik, die dieser zerrissenen Fahne inne ist, kann treffender nicht sein.

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geschrieben am 02.08.2017 08:25 | von Michael Brunner

Genau Herr Neff!

Je länger je grössere Risse nach aussen zur Schweiz, ein riesiger Riss innerhalb der Schweiz und bei jedem Sturm von aussen wird noch mehr nachgegeben und zerstört!

Ich hoffe, die Politiker nehmen das endlich wahr!

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geschrieben am 02.08.2017 09:02 | von Christian Neff

Ich nehm's schon lange wahr und setzte mich nach wie vor immer dafür ein, solche Risse zu kitten - rissfest - auch wenn das auf kommunalter, politischer Ebene nicht einfach ist. Aber Danke, teilen Sie dieselbe Feststellung.

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geschrieben am 02.08.2017 09:57 | von Peter Lieberherr

Die Schweiz nach der Knebelung durch den EU-Rahmenvertrag.

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geschrieben am 02.08.2017 10:45 | von Sabine Koller

Wann sieht Ihr Politiker endlich ein, was der Riss in der Fahne Bedeutet nicht nur die Fahne hat Risse sondern die ganze Schweiz. Macht mal was für das eigene Land nicht immer nur für die anderen. Wir wollen doch nur dass unsere Jugend auch noch was hat von der Schweiz. Aber wenn man so weiter macht, sehe ich Schwarz, für die Schweiz so wie, wir sie noch kennen. Armes Schweizerland du gehst langsam Zugrunde. Traurig Traurig

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geschrieben am 02.08.2017 10:55 | von Ernst Frischknecht

Man kann die Symbolik auch übertreiben oder für seine Haltung vereinnehmen!
Das ist doch Geschwafel von den Rissen in der Schweiz: Uns geht's sehr gut; wir haben einen Sozialstaat, der seinesgleichen sucht und ein demokratisches System, das funktioniert!
Lassen wir die Säntisfahne zerfleddern und wenden wir uns den eigentlichen Themen zu!

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geschrieben am 02.08.2017 11:06 | von Olaf Sparka

Danke. Das spricht mir aus der Seele. Die Symbolik ist mehr als an den Haaren herbeigezogen. Klagen auf höchstem Niveau, statt das Leben hier zu geniessen und stolz auf unsere Errungenschaften zu sein.

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geschrieben am 02.08.2017 11:29 | von Sabine Koller

Das ist leider kein Geschwafel. Momentan geht's uns noch relativ gut im Honigland. Aber wie lange noch? Studiert nicht immer nur vor die Nase. Sondern auch mal an die Zukunft. Wir sind alle Betroffen. Es geht uns alle was an. Macht endlich die Augen auf.

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geschrieben am 02.08.2017 11:55 | von lieselotte schiesser

Da ja hier ein Hang zur Symbolik besteht, hier noch ein "Nachschlag": Bereits im vorigen Jahr überstand diese Riesenfahne ja ihren Aushang am Säntis nicht unbeschadet, trotzdem - und trotz Sturm- und Unwetterwarnung - wurde sie dieses Jahr in gleicher Weise wieder aufgespannt. Das zeigt doch vor allem, dass es nicht sinnvoll ist, Altes, das sich bereits einmal als wenig funktionstüchtig erwiesen hat, einfach zu wiederholen. Wenn einmal etwas "in die Hose geht", sollte man daraus lernen, dass man das nächste Mal einen andere Methoden anwenden sollte, statt stur an Gescheitertem festzuhalten. Paul Watzlawik hat das als neurotisches Verhalten bezeichnet: aus dem Scheitern einer Vorgehensweise nicht zu lernen, dass diese falsch war, sondern zu meinen, wenn man sie nur noch angestrengter wiederhole, müsse es doch klappen. Bei der Fahne dürfte die Lösung einfacher sein als bei den politischen Symbolismus-Anhängern.

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Natur gegen Mensch
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geschrieben am 02.08.2017 21:05 | von Murat Cakar

Es ist nicht einfach bei den Gegebenheiten ein extrem reissfestes Material einzusetzen, was auch in der Grössenordnung den Naturgewalten standhalten kann. Daraus politische Schlussfolgerungen zu ziehen ist mMn etwas zu weit an den Haaren herbeigezogen.
Wenn ich als Migrant einen Vorschlag machen dürfte, wäre es folgender: Die Schweizerfahne mit natürlich hergestellten Farben direkt auf das Gestein aufmalen und stets instandhalten. Die aktuell beschädigte grösste Schweizerfahne aus Stoff kann man wieder zusammennähen und an Orten verwenden, wo sie nicht den Naturgewalten ausgesetzt ist. Nur weil der Stoff den Gegebenheiten nicht standhält, wird die Schweiz nicht zerfallen. Wenn man schon Symbolik betreibt, dann solmte man beachten, dass der Stoff an den reparierten Stellen nie wieder einreissen wird.

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