URTEIL GEGEN FCSG-CHAOT

Jetzt spricht der Anwalt des Knallkörper-Opfers

Im Streit um das Urteil des Bundesstrafgerichts gegen einen Anhänger des FC St.Gallen meldet sich nun der Anwalt des Opfers zu Wort. Er betont die posttraumatische Belastungsstörung und den Tinnitus, an dem das Opfer seit dem Vorfall leide.
12.08.2017 | 06:05
Nach dem erstinstanzlichen Urteil durch das Bundesstrafgericht gegen einen Mann aus Herisau wegen eines folgenschweren Petardenwurfs übte dessen Anwältin Kritik am Gericht. Dieses habe zwei Gutachten zu wenig gewürdigt. Nun erklärt der Anwalt des Opfers, dass es zwei von unabhängigen Medizinern erstellte Gutachten gebe, welche übereinstimmend  zum Schluss gelangten, dass die Hörschädigung des Opfers "zweifellos auf den Vorfall vom 21. Februar 2016" zurückzuführen sei. Diese Gutachter hätten sich sehr wohl mit dem von der Anwältin des Täters erwähnten Suva-Gutachten auseinandergesetzt und dieses "in schlüssiger und nachvollziehbarer Weise" widerlegt. 

Das Gericht habe die Gutachten somit korrekt gewürdigt, erklärt der Anwalt des Opfers. Im Übrigen hätten beide Gutachter übereinstimmend bestätigt, dass das Opfer seit dem Vorfall an einem Tinnitus zweiten Grades und damit einhergehenden Schlaf- und psychischen Störungen leide. Gemäss einem psychiatrischen Gutachten leide das Opfer an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Von einer Vorerkrankung könne somit keine Rede sein. (red.)
 
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