"Ich hatte Blasen auf den Blasen"

  • Vom frühen Morgen bis zum späten Abend paddelte Ruedi Gamper auf dem Rhein und erlebte dabei schönste Sonnenuntergänge.
    Vom frühen Morgen bis zum späten Abend paddelte Ruedi Gamper auf dem Rhein und erlebte dabei schönste Sonnenuntergänge. (zVg)
15.06.2017 | 20:53

MIT DEM KAJAK BIS ROTTERDAM ⋅ Der St.Galler Ruedi Gamper wollte auf seiner Abenteuerreise einen Weltrekord knacken. Mit dem Velo, zu Fuss und mit dem Kayak reiste er von St.Gallen bis Rotterdam. «Chur-Rotterdam in sechs Tagen» hat er zwar nicht ganz geschafft, aber die herrliche Natur und die Begegnungen haben ihn für alle Strapazen entschädigt.

Ruedi Gamper, sind Sie enttäuscht, dass es wegen einem Tag nicht zum Weltrekord gereicht hat?
Ja, schon. Schliesslich habe ich mein Bestes gegeben, um den Weltrekord Chur -Rotterdam in sechs Tagen zu schaffen, und bin mehrfach zwölf Stunden am Stück im Kajak gepaddelt. Ausserdem hatte ich mit der Zeit an meinen Händen sogar Blasen auf den Blasen. Irgendwann habe ich meine Hände dann mit Sonnencrème eingeschmiert, so dass das Paddel nicht mehr scheuerte.
 
Wieso hat es nicht für den Weltrekord gereicht?
Das kann ich nicht genau sagen. Vielleicht bin ich zu langsam gepaddelt, eventuell war die Strömung nicht ganz so stark und auch an den Schleusen habe ich viel Zeit verloren. Besonders ab Basel war es ziemlich mühsam. Ich musste ständig aus dem Boot steigen, alles auf die Rollen laden und zu Fuss weiter. Das hat mich so sehr aufgeregt, dass ich auf Facebook Dampf ablassen musste.
 
Haben Sie je daran gedacht, aufzugeben?
Ja, klar. Vor allem als ich oft stundenlang keiner Menschenseele begegnete, habe ich mich schon gefragt, wofür ich die ganze Sache eigentlich mache. Es war schon speziell, plötzlich nur auf mich selbst fokussiert zu sein.
 
Vor den Schleusen musste das Kajak aus dem Wasser. (zVg)
Was hat Sie angetrieben, trotzdem weiterzumachen?
Die herrliche Aussicht auf die Natur und die interessanten Begegnungen auf dem Rhein. Ich habe mehrere Hotelschiffe und Kursschiffe angetroffen. Ich fand es interessant, dass es Leute gibt, die ihre Ferien auf dem Rhein verbringen.
 
Was haben Sie beim Rheinfall gemacht? Sind Sie runtergefahren?
Nein, das bin ich nicht. Wie auch bei den Schleusen habe ich mein Kayak auf einen Wagen gepackt und bin zu Fuss weiter. Das war bereits von Anfang an so geplant.
 
Und jetzt ist Erholung angesagt?
Absolut, ich steige in mein Auto und fahre los. Wahrscheinlich nach Frankreich, wo ich dann bis Montag bleiben werde, um zu surfen.
 
Haben Sie bereits ein weiteres verrücktes Projekt geplant?
Es gibt zwar noch nichts Konkretes, aber in meinem Kopf geistert bereits die Idee für das nächste Abenteuer. Im Herbst möchte ich nach Nepal und einige Berge bezwingen. (arc)
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